Dresden: Hightech-Leitstelle der Polizei geht in Betrieb

Wer in Dresden Hilfe von der Polizei benötigt und die 110 wählt, kommt ab sofort im neuen Führungs- und Lagezentrum (FLZ) an der Schießgasse raus. Die neue Hightech-Leitstelle wurde am Donnerstag im Beisein von Innenminister Markus Ulbig offiziell eingeweiht. Von hier aus werden alle Kräfte der Polizeidirektion Dresden koordiniert und zu ihren Einsätzen geschickt. Rund 370 Mal am Tag gehen im FLZ Notrufe ein, von kleinen Verkehrsunfällen über Diebstahldelikte bis hin zu Raubüberfällen. Zehn Beamte und ein Polizeiführer vom Dienst sind rund um die Uhr für die Bürger aus Dresden da und sorgen dafür, dass schnell professionelle Hilfe gewährleistet ist. Neu ist, dass die Bedingungen für die Mitarbeiter gegenüber dem alten Standort wesentlich verbessert wurden. Und auch die Kommunikation mit den Einsatzkräften vor Ort ist jetzt auf dem neuesten Stand. Das FLZ arbeitet vollständig im Digitalfunknetz. Das hat auch den Vorteil, dass der Disponent am PC auf einer Landkarte sieht, wo sich gerade welches Einsatzfahrzeug befindet. Dank GPS-Ortung ist das kein Problem und sorgt dafür, dass die Polizei noch schneller am Einsatzort ist. Hierbei spielt auch das Einsatzleitsystem (ELS) eine wichtige Rolle. Es wählt bei einem Notruf automatisch die Einheiten aus, die am nächsten Zur Einsatzstelle sind. Ausgedient haben jetzt auch alte Landkarten aus Papier. Auf zahlreichen großen Bildschirmen können Stadtpläne, Überwachungskameras und vieles mehr direkt eingeblendet werden.
Die Gesamtkosten für die neue technische Ausstattung belaufen sich auf etwa 2 Millionen Euro. Innenminister Markus Ulbig sagte am Donnerstag in einer Pressekonferenz: „Mit der neuen Leitstellentechnik sind wir nicht nur für kommende Großereignisse gewappnet. Allen Bürgern in und um die Landeshauptstadt kann durch die technischen Neuerungen in Notsituationen künftig noch professioneller geholfen werden.“