Schrottberg brennt in Essen: NINA-Warnung bis Herne, Kitas zu, Zugang erschwert

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Symbolbild Feuerwehr Industriebrand
Foto: Pixabay / Kollinger

Essen-Katernberg. In den frühen Morgenstunden des Freitags, 4. September 2026, ist auf einem Schrottplatz an der Emscherstraße ein großer Metallschrott-Haufen in Brand geraten. Gegen 3:20 Uhr meldeten Anwohner Feuerschein; die Feuerwehr Essen fand einen Schrottberg von rund 20 mal 20 Metern vor, in dem an mehreren Stellen Feuer loderten.

Symbolbild Schrottplatz Metallschrott

Foto: Pixabay / alexas_fotos

Der Zugang zum Gelände war zunächst erschwert: Zum Schutz vor Metalldieben ist der Schrottplatz stark gesichert. Mit rund 70 bis 80 Einsatzkräften wurde der Brand bekämpft; Mitarbeiter des Betriebs halfen, den Haufen mit Geräten auseinanderzuziehen, damit gezielt gelöscht werden konnte. Später setzte die Feuerwehr vermehrt Schaum ein.

Über dem Einsatzort stieg eine starke Rauchwolke auf und zog über Teile von Essen sowie nach Gelsenkirchen und Herne. Über die Warn-App NINA wurden die betroffenen Städte informiert; Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, gesundheitliche Beeinträchtigungen konnten nicht ausgeschlossen werden. Umweltamt und Landesumweltamt LANUK nahmen Proben; rund um den Brandort gab es Rußniederschlag. Vier Kitas im Umkreis blieben vorsorglich geschlossen.

Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist unklar. Auf dem Schrottplatz im Essener Norden hatte es bereits im Februar 2026 und zuvor gebrannt.

Parallel kämpften Kräfte in Leer (Ostfriesland) noch mit den Nachlöscharbeiten nach einem Großbrand auf einem Entsorgungsbetrieb, der am späten Mittwochabend ausgebrochen war – zeitweise mit rund 250 Kräften, darunter Gefahrgutzüge und die Werksfeuerwehr der Meyer Werft. Auch dort Rauchwarnungen und Luftmessungen; der Einsatz sollte im Laufe des Freitags auslaufen. Zwei Schrottplatz-Großlagen binnen weniger Tage, mit ähnlichen taktischen Herausforderungen: schwer zugängliche Brandnester im Material, massive Rauchentwicklung und enge Abstimmung mit Bevölkerungsschutz und Umweltbehörden.