Cunnewitz-Schönau: Tornado hinterlässt Verwüstungen

Kaum zu fassen, was sich am Dienstag Nachmittag in Cunnewitz-Schönau in der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal abgespielt hat: Anwohner berichten von einer Windhose, die kurz nach 14 Uhr eine Schneise der Zerstörung hinterlassen hat. Die Feuerwehr spricht sogar von einer Art Tornado, der für Verwüstung sorgte. „Wir wurden anfangs zu zwei umgestürzten Bäumen in der Nähe der Kläranlage gerufen“, berichtet Einsatzleiter Mario Gruhl. Er und seine Kameraden wurden jedoch kurz darauf wieder abgezogen, als die Windhose durch ihren Heimatort fegte. Besonders betroffen war das Gebiet um die Fabrikstraße. Hier steht kaum noch etwas an seinem Platz. Ein Pferdeanhänger wurde 150 Meter quer über eine Wiese bis in eine Baumgruppe geschleudert. Häuser wurden abgedeckt und Bäume knickten um. Besonders schwer traf der Sturm zwei Scheunen. Eine wurde komplett zerstört. Durch eine zweite Scheune zog die Windhose quer durch und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Auf etwa 20 Metern Länge stürzte der gesamte Gebäudeteil ein und begrub Strohballen unter sich. Sechs Schafe konnte die Feuerwehr noch retten. Verletzt wurde zum Glück niemand. Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Wittichenau, Sollschwitz, Cunnewitz-Schönau, Panschwitz-Kuckau und Ralbitz im Einsatz, um gefährliche Stellen abzusichern und Bäume aus Bächen und von Straßen zu entfernen. Wie groß der entstandene Schaden im gesamten Ort ist, muss noch ermittelt werden. Fakt ist. So ein schweres Unwetter gab es in den letzten Jahren schon lange nicht mehr. (RL)