Nach Unwetter: es war wohl KEIN Tornado in Gröditz

1687

Nach dem schweren Unwetter in Gröditz am Dienstag scheint nun klar zu sein: es war doch KEIN Tornado. Radarbilder und Auswertungen der Schäden zeigen recht eindeutig, dass die Verwüstungen durch eine Superzelle verursacht wurden. Experten sprechen von einem sogenannten „Downburst“. Das sind Fallwinde, die im Bereich Gröditz durch Hagel verstärkt wurden und sich wie eine Walze über die Region hinweggeschoben haben. Dabei wurden Bäume umgestoßen und sogar Hochspannungsmasten einfach umgeknickt. Die Windgeschwindigkeiten können dort über 150km/h betragen haben, in der Theorie sind bei Downbursts auch Geschwindigkeiten von 200km/h möglich. Genaue Messungen dazu liegen nicht vor, das Schadensbild spricht aber für sich. Der Bürgermeister von Gröditz fasste die Lage gestern zusammen.