Spezialtechnik soll bei Kampf gegen Heide-Waldbrand helfen

Beim Waldbrand in der Königsbrücker Heide nahe Schwepnitz soll jetzt Spezialtechnik helfen. Wie Einsatzleiter René Wagner am Montagmorgen sagte, wolle man spezielle Düsenschläuche einsetzen, um das Feuer zu bekämpfen. Denn mittlerweile befünden sich die Glutnester so nahe am Weg, dass man bei Flammenbildung nicht mehr mit den Tanklöschfahrzeugen eingreifen könne. Die Düsenschläuche hingegen könnten autonom arbeiten, ohne dass Einsatzkräfte in die Nähe des Feuers müssten. Derzeit ist man dabei, die Düsenschläuche an einer Brandstelle in exponierter Lage aufzubauen. Im bereits abgebrannten Gebiet soll ein großer Wasserbehälter aufgebaut werden, der die Düsenschläuche mit Wasser versorgen soll. Eine lange Wegstrecke verbindet die beiden Komponenten. Im weiteren Tagesverlauf wird ein Landwirt mit einem großen Wasserfass erwartet. Dieser soll das Becken dann befüllen. Man rechnet damit, dass die Wasserversorgung so etwa 25 Minuten sichergestellt sein soll. Das würde im Falle einer Brandausbreitung ausreichen, um das Feuer zu stoppen, so der Einsatzleiter. Gleichzeitig würde man die Wege und deren Ränder weiter nass halten. Insgesamt gibt es drei Stellen, an denen noch genug Glut und Hitze vorhanden ist, sodass es wiederaufflammen könnte. Mit einer Wärmebildkamera kontrolliert man diese Stellen kontinuierlich. Im Einsatz sind derzeit nur ein Minimum an Kameraden. Man habe die Kräfte soweit wie möglich heruntergefahren. Denn nach weit über einer Woche Einsatzdauer sind die Kameraden zum einen erschöpft, zum anderen gehe der Einsatz auch zu Lasten der Arbeitgeber. Man hat jetzt vor, in einer Art Schichtsystem die Kräfte Stück für Stück auszutauschen. Das Tanklöschfahrzeug der Schwepnitzer Wehr ist zudem nach dem zehrenden Einsatz mit einem Defekt in der Werkstatt.

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