Gleich zwei Brände in verschiedenen Feuerwachen

Gleich zwei Brände in Feuerwehrgerätehäusern hat es innenhalb von 24 Stunden in Olsberg (NRW) und Oldenburg (Schleswig-Holstein) gegeben. Dabei sind Fahrzeuge und Gebäudeteile erheblich beschädigt worden. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Der erste Brand ereignete sich am Montagmittag in Olsberg im Hochsauerlandkreis beimLöschzug Bigge-Olsberg. Hier war in der Fahrzeugehalle der Schlauchwagen SW 2000 in Flammen aufgegangen. Das Fahrzeug brannte lichterloh, die gesamte Fahrzeughalle füllte sich mit dichtem Rauch. Über Sirene und Funkmelder wurden die Kameraden alarmiert und mussten dann mit ansehen, wie Flammen und Rauch aus den Toren schlugen. Trotz der starken Verrauchung konnten alle sieben restlichen Fahrzeuge aus der Halle gefahren werden. Die Fahrzeuge waren zwar teilweise stark beschädigt, konnten aber noch zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Ebenso wurden sämtliche vorhandenen Feuerlöscher zum Löschen genutzt. Später rückten noch weitere Feuerwehren an, insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen vor Ort.

Die beschädigten und verrußten Einsatzfahrzeuge müssen nun von Sachverständigen geprüft werden. Ebenso steht wohl eine aufwändige Reinigung an. Gleiches gilt für die Einsatzkleidung der 70 Kameraden, die im Gerätehaus hing: sie muss vor der nächsten Nutzung gründlich gereinigt und dekontaminiert werden. Wie es mit dem Gebäude weitergeht, ist auch noch offen. Ob eine Sanierung oder ein Abriss anstehen, das klärt man in den nächsten Tagen. Vorerst ist die Feuerwehr auf die Flächen und Hallen zweier ortsansässiger Betriebe ausgewichen und hat Ersatzfahrzeuge gestellt bekommen. Zur Brandursache liegen noch keine Angaben vor. Die Polizei ermittelt.

Der zweite Brand ereignete sich am frühen Dienstagmorgen in Oldenburg im Kreis Ostholstein. Hier brach Bildern nach zu urteilen am erst sieben Jahre alten Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 das Feuer aus. Das Einsatzfahrzeuge brannte dabei vollständig aus, die 14 Fahrzeuge in der Halle wurden allesamt beschädigt. Viele Motoren sprangen zwar noch an, sodass die Fahrzeuge aus der Halle gefahren werden konnten, doch Hitze und Ruß haben für große Schäden gesorgt. Der Sozialtrakt des Gerätehauses ist baulich von der Fahrzeughalle getrennt, sodass Feuer und Rauch nicht überspringen konnten. Schutzkleidung, Dokumente und Akten konnten demnach gerettet werden. Zur Brandbekämpfung rückten Feuerwehren aus der Umgebung an, gemeinsam konnte der Brand dann gelöscht werden. Den Schock müssen die Oldenburger Kameraden jedoch ersteinmal verdauen. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Männer und Frauen, die mit ansehen mussten, wie ihr Gerätehaus in Flammen stand. Nun bleibt die Frage, wie es mit der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr weitergehen soll. Eine Ersatzunterkunft und Ersatzfahrzeuge müssen her. Dazu laufen aktuell Abstimmungen.