Mehrtägiger THW-Einsatz nach Zug-Entgleisung in Hosena

Am Bahnhof in Hosena ist am vergangenen Wochenende das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz gewesen. Hier war ein Güterzug entgleist und in eine knifflige Lage gekommen. Während die Lok „nur“ aus der Schiene sprang, so kippte der nachfolgende Waggon fast auf die Seite. Lediglich ein Oberleitungsmast stand hier im Weg, sodass der Waggon nicht komplett umkippte. Allerdings musste der Mast eine enorme Belastung abhalten. Mehr als 90 Tonnen brachte der Waggon auf die Schiene. Am Freitagmittag wurde deshalb der Hilfszug der Deutschen Bahn alarmiert, welcher vom THW Dresden besetzt wird. Die Einsatzkräfte machten sich vor Ort ein Bild von der Lage. Da absehbar war, dass der Einsatz länger andauern wird, wurden die Ortsverbände aus Kamenz und Senftenberg nachalarmiert, um zum Einen die Einsatzstelle auszuleuchten und zum Anderen das Personal zu verpflegen. Rund 30 Kräfte waren noch am selben Abend vor Ort.

Nachdem der sich in Schräglage befindende Waggon gegen ein weiteres Abrutschen gesichert wurde, leuchtete man die Einsatzstelle aus. Dazu wurden unter anderem zwei Beleuchtungsanhänger (BLA) genutzt. Anschließend ging man mit der Kettensäge zur Beräumung der angrenzenden Böschung vor, um besser am Fahrzeug arbeiten zu können. Mit den Seilwinden der zwei Gerätekraftwagen (GKW) wurde ein zweiter Waggon von dem verunglückten Zug weggezogen. Danach trennte man die Lok vom umgekippten Waggon mittels Schneidbrenner, ehe man weiter an der Bergung arbeiten konnte. Diese gestaltete sich schwierig. Der Waggon musste noch entladen werden, ehe es weiter voran ging. Erst am Sonntag war der Vorgang abgeschlossen und das Gleis wieder frei. Dieses war jedoch so stark beschädigt, dass es vorerst unbefahrbar bleibt.