Großbrand in Brauna: Spendenaufruf für den Reiterhof Wendt

Zu einem Großbrand kam es Sonntagnacht in Brauna: Gegen 23.35 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Alte Liebenauer Strasse alarmiert – dort brannte eine Scheune in voller Ausdehnung, eine weitere zur Hälfte. Schnell hatte sich das Feuer durch das bis oben hin mit Stroh gefüllte Gebäude „gefressen“ – und stand bei Eintreffen der Kräfte lichterloh in Flammen. Ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus konnte durch die Feuerwehr verhindert werden. Fünf Pferde konnten noch gerettet werden, für ein Tier kam leider jede Hilfe zu spät. Mit mehr als 70 Einsatzkräften und 17 Fahrzeugen waren Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in der Nacht im Einsatz. Löschwasser wurde zuerst mit Tanklöschfahrzeugen herangeführt, später über eine stabile Wasserversorgung aus einem nahegelegenen Teich. Über den Hubsteiger der Feuerwehr Kamenz-Stadt führte man einen Löschangriff von oben durch. Mit einem Radlader zog man das brennende Stroh aus der Halle heraus, um es im Freien abzulöschen. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden.

Die Brandursache ist aktuell noch unklar – die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Unmittelbar vor dem Brandausbruch wurde an dem Grundstück ein Auto gesehen – Reifenspuren wurden noch am Abend gesichert. Ein Brandursachenermittler hat seine Arbeit am Montag aufgenommen.

Obürgermeister Roland Dantz dankt auf der Internetseite der Stadt Kamenz den beteiligten Feuerwehren für Ihren Einsatz. Um den betroffenen Reiterhof Wendt zu unterstützen, wurde ein Spendenkonto eingerichtet. „So können wir zeigen, dass wir auch in Zeiten, wo es mal einem schlecht geht, füreinander da sind und als Gemeinschaft zusammenstehen“, so Dantz in dem entsprechenden Beitrag dazu.

Spenden können ab sofort auf folgendes Konto überwiesen werden:

Kontoinhaber: Große Kreisstadt Kamenz
Spendenkonto – IBAN: DE 24 8505 0300 30000306 10
BIC: OSDDDE81XXX
Verwendungszweck: Spende Reiterhof Wendt

Wie der OB weiter schreibt, spreche einiges dafür, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte. „Dies werden die Brandermittler und letztendlich die Spezialisten der Polizei klären“, so das Stadtoberhaupt weiter. Seinen Angaben zufolge sei der betroffene Hof weit über die Stadtgrenzen hinaus vor allem als Deckstation für das Landesgestüt Moritzburg bekannt.