Frontalzusammenstoß in Gelenau: zwei Personen schwer verletzt

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Im Kamenzer Ortsteil Gelenau hat es am Dienstagnachmittag einen schweren Verkehrsunfall gegeben. Eine 65-Jährige Frau war hier mit ihrem BMW auf der Pulsnitzer Straße in Richtung Kamenz unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache geriet sie nach dem Ortsausgang auf die Gegenfahrbahn und stieß dort frontal mit einem entgegen kommenden Mitsubishi zusammen. Ein dahinter fahrender VW mit zwei jungen Frauen konnte gerade noch ausweichen und kam auf dem angrenzenden Feld zum Stehen. Die Fahrerinnen der beiden verunfallten Autos wurden schwer verletzt, die Mitsubishi-Fahrerin war zudem im Unfallwrack eingeklemmt. Ersthelfer kümmerten sich um die beiden, unter den Helfern war auch eine Ärztin. Über den automatischen Notruf des BMW wurde die Rettungsleitstelle in Hoyerswerda über den Unfall informiert, daraufhin setzte sich die Rettungskette in Bewegung. Ein Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei eilte an den Unfallort, auch zwei Rettungshubschrauber aus Dresden und Zwickau machten sich auf den Weg.

Die Rettung der Mitsubishi-Fahrerin gestaltete sich schwierig. Die Karosserie war schwer verformt und die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten eine große Seitenöffnung schaffen, um die Patientin zu retten. Da der Seitenaufprallschutz der Fahrertür stark deformiert war, ließ sich die Fahrertür nicht einfach entnehmen. Die Feuerwehr entschied sich dazu, das Türschloss mit dem hydraulischen Rettungsgerät zu schneiden. Daraufhin zerbrachen jedoch Teile der Rettungsschere. Der bereits bereitliegende zweite Rettungssatz aus dem Rüstwagen der Feuerwehr Kamenz konnte ohne Verzögerung vorgenommen werden und die Tür wurde schließlich entfernt. Nach erfolgreicher Rettung wurden die beiden Verletzten von den Rettungshubschraubern in Dresdener Kliniken gebracht.

Der Sachschaden belief sich auf circa 70.000 Euro. Die Pulsnitzer Straße blieb bis etwa 21:30 Uhr voll gesperrt. Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion Görlitz ermittelt. Auch ein Gutachter hatte vor Ort seine Arbeit aufgenommen.