Aktuell: Heftige Waldbrände in ganz Europa

In ganz Europa brennen aktuell die Wälder. Foto: Symbolbild
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In weiten Teilen Europas haben es die Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen mit heftigen Waldbränden zu tun. Auf einem Streifen von Portugal über Spanien und Frankreich bis hin nach Italien, Kroatien und Griechenland sind in den vergangenen Tagen immer wieder große Waldbrände ausgebrochen, die teilweise auch Autos und Häuser zerstörten. In Griechenland sind zudem zwei Menschen ums Leben gekommen, als ein Löschhubschrauber abstürzte.

In Portugal hatte sich die Lage schon vor einer Woche zugespitzt. Hunderte Brände waren alleine an einem einzigen Tag ausgebrochen, einige davon waren kaum unter Kontrolle zu bringen, die Kräfte waren tagelang im Einsatz. Und auch jetzt herrschen immer noch widrigste Bedingungen, zur Unterstützung der portugiesischen Kräfte sind auch Feuerwehrleute aus Deutschland angereist. Ein Team vom Verein @fire ist in der Region Penela im Einsatz, um den befreundeten Kameraden in Portugal zu helfen.

Ein ähnliches Bild bietet sich in Spanien. Hier herrschen ebenfalls Temperaturen um die 40 Grad, kommende Woche soll es noch heißer Werden. Dazu kommt böiger Wind, sowie eine lange Trockenperiode. Jeder kleinste Funke kann Brände auslösen, was bereits hundertfach im ganzen Land passiert ist. Löschflugzeuge, Hubschrauber und Bodentruppen sind im Dauereinsatz. Vor allem im Nordwesten des Landes brennen ganz aktuell große Waldflächen in einer gebirgigen Landschaft, hier ist ein Löschen nur sehr schwer möglich.

Das ist auch in Frankreich nicht anders. Südlich von Bordeaux gab es heute bereits zwei riesige Waldbrände, auch im Südosten des Landes sind zwei Großbrände ausgebrochen, die nur schwer bekämpft werden können. Bilder in sozialen Netzwerken zeigen riesige Flammen, die bis in die Baumkronen reichen und Feuerwehrleute, die den Rückzug antreten.

In Italien ist die anhaltende Trockenheit in Verbindung mit der großen Hitze ebenfalls ein Problem. Auch hier sind bereits Wald- und Flächenbrände ausgebrochen. Hinzu kommt, dass Seen und Flüsse einen enorm niedrigen Pegel haben, vielerorts droht sogar ein Austrocknen. Im Brandfall fallen so wichtige Löschwasserentnahmestellen weg. Hubschrauber und Flugzeuge müssen weitere Wege zum Tanken in Kauf nehmen, da es nicht mehr überall möglich ist, Wasser aufzunehmen.

In Österreich hat ein Brand auf einem Truppenübungsplatz rund 1.200 Feuerwehrleute für mehrere Tage gefordert und auch in den Bergen hat es am Donnerstagabend einen Waldbrand gegeben, der zeitweise außer Kontrolle war.

Besonders schlimm traf es in dieser Woche auch Kroatien. Gleich in zwei auch bei Deutschen beliebten Ferienregionen haben Großwaldbrände sogar Evakuierungen notwendig gemacht. In der Nähe von Pula zum Beispiel sind auch Autos und Häuser zerstört worden. Bei Vodice in der Nähe von Sibenik brennt auch jetzt noch eine große Waldfläche, hier hat es sogar bereits Evakuierungen gegeben. Die kroatischen Kräfte in dieser Region sind am Ende ihrer Kräfte, auch wenn sie Luftunterstützung bekommen haben.

Auch in Albanien und Rumänien brennen Felder und Wälder und in Griechenland sieht es nicht anders aus. Hier sind allein heute wieder mehrere Großwaldbrände ausgebrochen. Zuletzt war im Laufe der Woche auch die beliebte Urlaubsinsel Samos stark betroffen, hier gab es zudem noch ein tragisches Unglück während der Löscharbeiten. Ein Löschhubschrauber war abgestürzt, nur zwei der vier Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall.

Man sieht also, dass die Waldbrandsaison in Europa in vollem Gange ist. Kommende Woche soll sich die Lage erheblich zuspitzen. Es wird ein Heißluftvorstoß aus der Wüste vorhergesagt. Extrem heiße aber auch trockene Luft soll auch nach Deutschland kommen, dazu werden Winde prognostiziert. Beste Bedingungen für sich schnell ausbreitende Vegetationsbrände. Experten fordern deshalb, dass man sich auch in Deutschland auf große Waldbrände vorbereitet.

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