Viele EU-Kräfte rücken ab, doch in Griechenland brennt es weiter

Die unheimliche Waldbrandserie in Griechenland geht weiter. Zwar sind die drei extremen Großbände bei Athen, sowie auf Euböa und Peloponnes auch dank des massiven Einsatzes von EU-Kräften gelöscht, täglich brechen aber immer wieder neue Feuer aus. Rund 50 bis 60 sind es landesweit jeden Tag. Am gestrigen Montag waren entwickelten sich einige Waldbrände auch wieder zu größeren Ereignissen. So zum Beispiel bei Vilia, nordwestlich von Athen. Hier fraß sich das Feuerwehr die gesamte Nacht durch Wälder und zog auf Wohngebiete zu. Am Dienstagmorgen waren rund 330 Feuerwehrleute mit 115 Fahrzeugen vor Ort, sowie 6 Hubschrauber und 5 Löschflugzeuge. Die griechische Armee wurde in Alarmbereitschaft versetzt und schickte 5 Infanteriegruppen. Hilfe aus der EU kam ersten Angaben zufolge nur aus Polen. Die polnischen Kräfte waren gerade auf dem Heimweg zurück in ihre Heimat, als sie von dem Großbrand hörten. Sie machten kehrt und rückten dann im Zugverband zum Waldbrand nach Vilia aus. Deutsche Kräfte sind keine im Einsatz. Wie viele andere Länder auch sind die Kräfte aus NRW bereits auf dem Heimweg, sie werden am Mittwoch wieder zu Hause erwartet. Die Kräfte aus Hessen haben ihren Einsatz ebenfalls beendet, sie werden ebenfalls Mittwoch wieder zu Hause sein. Insgesamt hatte Deutschland etwa 216 Feuerwehrleute mit 44 Fahrzeugen über das EU-Katastrophenschutzverfahren nach Griechenland geschickt. Die Kräfte aus Hessen waren erst am Donnerstag in Griechenland angekommen und hatten angekündigt, eigentlich 14 Tage bleiben zu wollen.

Insgesamt hat die Europäische Union auf Ersuchen Griechenlands, Nordmazedoniens, Albaniens, Italiens und der Türkei insgesamt 14 Löschflugzeuge, 3 Hubschrauber, rund 1.300 Rettungskräfte und 250 Fahrzeuge mobilisiert. Damit handelt es sich womöglich um den größten Einsatz dieser Art in ganz Europa.