Schmorkau: Feuerwehr übt Vorgehen beim Verkehrsunfall

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Wenn es zu Unfällen kommt, bei denen jemand verletzt wird, zählt jede Sekunde. Vor allem dann, wenn die Unfallopfer in Lebensgefahr schweben. Für Rettungskräfte schlägt bei Alarm dann die „Goldene Stunde“. Das bedeutet, dass die Helfer eine Stunde Zeit haben, um am Unfallort einzutreffen, den Patienten zu retten, ihn zu stabilisieren und ihn ins Krankenhaus zu bringen. Da das nicht immer einfach ist, wird regelmäßig trainiert. Zwei Mal im Jahr auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Schmorkau. Die Kameraden hier kommen gerade durch die Bundesstraße 97 oft die Gelegenheit, ihr Können bei Unfällen unter Beweis zu stellen. Daher schrillten auch am Dienstag Abend die Sirenen in Schmorkau und Umgebung. Die gesamte Gemeindefeuerwehr wurde auf eine Kreisstraße in einem Waldgebiet zwischen Schmorkau und Neukirch gerufen. Hier waren zwei PKW kollidiert, einer gegen einen Baum geschoben. Vier verletzte Personen meldete die Rettungsleitstelle, ein Fahrzeug sollte sogar qualmen. Mit Blaulicht und Martinhsorn machten sich die Kameraden auf den Weg, leiteten vor Ort sofort erste Maßnahmen ein. Auch wenn es ’nur‘ eine Übung war: alle Mitwirkenden waren voll dabei. Im Vordergrund stand vor allem das Betreuen der Verletzten – nicht immer ist sofort der Rettungsdienst mit vor Ort. Als nächstes war der Brandschutz sicherzustellen, die Einsatzstelle abzusichern, eine Beleuchtung aufzubauen. Da kann es schon mal ein wenig drunter und drüber gehen. Wichtig ist aber, dass die Einsatzkräfte der verschiedenen Wehren zusammen arbeiten. Da gehört es auch dazu, dass man sich beim anschließenden Befreien von Eingeklemmten auch mal abwechselt. Das schwere Rettungsgerät lässt so manchen Feuerwehrmann nach wenigen Minuten ins Schwitzen kommen. Doch mit genug helfenden Händen ist das kein Problem. Es werden die Türen entfernt, die Scheiben des PKW herausgetrennt und der Patient schließlich vorsichtig herausgehoben. Auch wenn bei einer Übung nicht unbedingt die Goldene Stunde eingehalten werden kann – die Vorgehensweise geht in Fleisch und Blut über und beim nächsten richtigen Einsatz sitzt jeder Handgriff, damit es noch schneller geht… (RL)