Polizeieinsatz in Dresden: Übergriff war nur erfunden!

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Alles nur erfunden! Eine ausgedachte Geschichte sorgte in Dresden für den Einsatz von 180 Polizisten. Foto: xcitePress

Ein Großeinsatz der Dresdner Polizei in Dresden-Prohlis, ausgelöst durch eine Zeugenaussage über einen angeblichen Übergriff auf ein Mädchen, stellte sich als das Ergebnis einer frei erfundenen Geschichte heraus. Die Polizei war gestern mit einem Aufgebot von 180 Beamten, einschließlich Streifenwagen, Diensthunden, einem Polizeihubschrauber und Kräften der Bereitschaftspolizei Sachsen, im Einsatz, nachdem eine 35-jährige Frau berichtet hatte, ein Mädchen sei nahe der Gamigstraße von einem Unbekannten bedrängt worden. Der Mann habe das Mädchen angeblich festgehalten, danach soll sich das Kind losgerissen haben und weggelaufen sein. Der Mann soll das Mädchen dann noch verfolgt haben, so die Geschichte der Frau.

Im Zuge der Ermittlungen kamen jedoch Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugin auf. Schließlich gab die Frau zu, dass sie die Geschichte vollständig erfunden hatte. Die Polizei zieht nun die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen die 35-Jährige in Betracht.

Derweil bleiben die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Angriff auf ein 12-jähriges Mädchen im Dresdner Süden am vergangenen Freitag weiterhin aktiv. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war eine Zwölfjährige auf dem Weg zwischen der Dohnaer Straße und der Schönbergstraße unterwegs, als sie unvermittelt von einem Unbekannten attackiert wurde. Der Mann riss dem Mädchen den Ranzen vom Rücken, umfasste es und zog das Kind in ein Waldstück. Die Zwölfjährige rief laut um Hilfe. Eine ältere Dame wurde auf den Vorfall aufmerksam und eilte dem Kind zu Hilfe, woraufhin dieser floh. Die Zwölfjährige teilte den Vorfall ihren Eltern mit. Diese Geschichte soll nicht erfunden worden sein. Die Polizei setzt ihre Bemühungen zur Aufklärung dieses Vorfalls fort und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe durch Hinweise.