Oderwitz: Tödlicher Zwischenfall bei TV-Dreh – Kletterer stürzen in die Tiefe

Am Montagmittag hat sich am Spitzberg bei Oderwitz ein tragisches Unglück ereignet. Aus etwa 20 Meter Höhe stürzte eine zweiköpfige Klettergemeinschaft in der Felswand ab. Für den 36-Jährigen kam jede Hilfe zu spät, die 41-Jährige wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Klinikum geflogen. Die Seilschaft war an dem sogenannten Superboulder (Schwierigkeitsstufe 3) an der Nordseite des Spitzberges unterwegs. Dabei wurde sie von einem Fernsehteam des Mitteldeutschen Rundfunks begleitet. Der Mann und die Frau aus dem Großraum Frankfurt/Oder hatten sich dort zum Klettern getroffen. Sie waren mit einem Seil und weiteren Sicherungsmitteln im Vulkangestein gesichert und miteinander verbunden. Aus bislang noch nicht abschließend geklärter Ursache verloren sie kurz vor Erreichen der oberen Felskante den Halt und stürzten etwa 20 Meter an der schrägen Felswand in die Tiefe. Beide trugen keinen Helm, als das Unglück geschah. Der 36-Jährige erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Die 41-Jährige Begleiterin wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang und dessen Ursache übernommen. Die Kletterutelsilien der Verunglückten wurden sichergestellt. Die weiteren Untersuchungen werden zeigen müssen, ob menschliches Versagen, Materialermüdung oder gar höhere Gewalt zu dem Unfall führte. (PD Görlitz)