Feuerwehr löscht Großbrand in Diehmen

Ein wirklich bizarres Bild bot sich den Einsatzkräften bei einem Scheunenbrand am vergangenen Mittwochmorgen in Diehmen bei Bautzen. Hier stand gegen 4:30 Uhr eine 500 Quadratmeter große Scheune in Flammen. Die Feuerwehr löschte mit mehreren Strahlrohren, Mitten drin spazierten mehr als 20 Schweine durch die Einsatzstelle. Die trächtigen Sauen waren zuvor gerettet worden und genossen den aufregenden Freigang sichtlich. Ganz so begeistert von dem Ereignis waren die Einsatzkräfte aber nicht. Denn es gab durchaus auch Probleme. Das Hydrantennetz reichte nicht aus, um ausreichend Wasser für eine massive Brandbekämpfung zu liefern. Deswegen mussten die Kameraden eine lange Wegstrecke zu einem rund 700 Meter entfernten Teich legen. Mit Tanklöschfahrzeugen stellte man einen Puffer, um kontinuierlich Wasser abgeben zu können. 70 Kameraden waren letztendlich im Einsatz. Neben der gesamten Gemeindefeuerwehr Doberschau-Gaußig waren auch die Kräfte aus Wilthen, Neukirch, Stiebitz und Bautzen gefordert. Die Freiwillige Feuerwehr aus Doberschau wurde nicht alarmiert, da das Einsatzfahrzeug aktuell in der Werkstatt sei. Bei seinen ersten Löschversuchen verletzte sich ein 45-jähriger Mann leicht. Der entstandene Sachschaden ist enorm und beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro: ein Traktor, ein Hoflader sowie mehrere Tonnen Saatgut fielen den Flammen zum Opfer. Brandursachenermittler sind seit Donnerstag vor Ort, die Kriminalpolizei eröffnete ein Ermittlungsverfahren.

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