Bretnig-Hauswalde: PKW landet im Schlafzimmer

So etwas hatten die Feuerwehrleute aus Bretnig und Umgebung auch noch nicht erlebt. Als sie am Freitag Abend auf die Frankenthaler Straße in Hauswalde gerufen werden, lautet die Meldung „Haus droht einzustürzen“. Als die Kameraden am Einsatzort eintreffen, trauen sie ihren Augen kaum: In einer Hauswand klaffte ein riesiges Loch. Überall lagen Betonbrocken herum, ein Heizkörper wurde in das Schlafzimmer geschleudert. Und inmitten des Lochs stand ein völlig zertrümmerter Geländewagen. Mit eben diesem war zuvor ein 49-jähriger unterwegs. Etwa 50 Meter vor dem Ortseingang Hauswalde verlor dieser jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er kam nach rechts von der Straße ab, durchstieß erst einen Elektro- und dann einen Maschendrahtzaun. Danach raste er quer durch das Gartengrundstück des betroffenen Hauses, verfehlte haarscharf einen Baum und durchstieß letztendlich die Schlafzimmerwand eines Rentnerehepaars. Die Bewohner waren zum Glück gerade in einem anderen Teil des Hauses und wurden durch den Knall aufgeschreckt. Der KIA-Fahrer wurde leicht verletzt und sofort von der Polizei zur Blutentnahme mitgenommen. Ergebnis: 1,2 Promille.
Das Schlafzimer selbst ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Die komplette Hauswand galt als einsturzgefährdet und musste am Abend provisorisch abgesichert werden. Da die Feuerwehr hier nicht viel ausrichten konnte, entschied man sich, Experten des Technischen Hilfswerks hinzuzuziehen. Die eingetroffenen Kameraden des THW Kamenz, sowie ein angefordertes Abschleppunternehmen verständigten sich über die Bergung des Unfall-Fahrzeugs, die sich etwas schwierig gestaltete. Durch Zäune und einen Graben war es nicht einfach möglich, an den KIA heran zu kommen. Letztendlich konnte der Abschlepper dennoch den Geländewagen aus der Hausdwand vor zur Straße ziehen und den Weg für die Einsatzkräfte frei machen. Erst danach konnten die Experten vom THW Kamenz mittels Holzbohlen und Abstützmaterial die Wand stabilisieren und ein Einstürzen verhindern. [JL|VB|RL]