Amoklauf in der Oberschule – Bereitschaftspolizei probt den Ernstfall

Dresden – Anruf aus dem Sekretariat: „Hilfe! Hilfe! Sie schießen um sich!“ Danach bricht der Kontakt ab. Die Einsatzkräfte der 12. Hundertschaft der 1. Bereitschaftspolizeiabteilung wissen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es sich hierbei um eine geplante Übung handelt. 

Auch bei Institutionen wie der Polizei heißt es Übung macht den Meister! Mittwochvormittag wurde an der 25. Oberschule „Am Pohlandplatz“ der Ernstfall geprobt. Explosions- und Schussgeräusche waren zu hören. Eine ernsthafte Gefahr bestand für Anwohner und Passanten zu keiner Zeit. Ausgegangen wurde hier von einer sogenannten lebEL – einer lebensbedrohlichen Einsatzlage. Für die 130 Einsatzkräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei hieß es nun Lage vor Ort prüfen, eventuell verletzten Personen helfen und den Täter schnellstmöglich lokalisieren und durch koordiniertes Vorgehen handlungsunfähig machen sowie Unbeteiligte schützen. 

Bis zum Nachmittag waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt verschiedene Übungen und Szenarien durchzuspielen. Dabei lag der Schwerpunkt vor allem darauf, das gemeinsame Handeln aller zu trainieren und auftauchende Probleme schnell zu bewältigen. Einrichten von Kommunikationswegen und Straßensperrungen, Mitführen von geeignetem Einsatzmittel zur Bekämpfung der Gefahr, Sammeln, Bündeln und Weiterleiten von Informationen über die Versorgung der Verletzten und letztendlich auch die Verhaftung des Täters gehörte nun zu den Aufgaben der speziell ausgebildeten Polizisten.

Übungen wie diese sind notwendig um sich im Ernstfall schnell mit dem Auftrag identifizieren zu können und sich rasch ein geeignetes taktisches Vorgehen zu überlegen und dieses dann umzusetzen. Wie eine Pressesprecherin der Bereitschaftspolizei gegenüber BLAULICHT-MAGAZIN mitteilte verlief die Übung positiv und zur vollsten Zufriedenheit. Im Nachgang werden die eigens erstellten Videoaufnahmen gemeinsam mit den beteiligten Einsatzgruppen ausgewertet und besprochen um eventuelle Fehler zu vermeiden und im Ernstfall optimal vorbereitet zu sein.

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