Zeithain: Ein Bombenjob – Beim Kampfmittelbeseitigungsdienst

Thomas Langer ist Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Sachsen. Er und sein 25-köpfiges Team am Standort Zeithain sorgen dafür, dass Bomben und andere Überbleibsel aus alten Kriegszeiten fachgerecht entschärft, geborgen und letztendlich entsorgt werden. Zuletzt geschah dies recht medienwirksam am vergangenen Dienstag und Mittwoch in Dresden, als eine Fliegerbombe für eine große Evakuierung sorgte. Tausende Menschen musste ihre Wohnungen verlassen, da der Sprengkörper im Extremfall hätte detonieren können. „Umsetzen“ würden die Feuerwerker in ihrer Sprache sagen, was so viel wie explodieren heißt. Angst davor hat von ihnen aber keiner. Alle machen ihren Job, so wie jeder andere auch. Seinen Respekt gegenüber diesen Männern und Frauen vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) äußerte am Donnerstag Mittag sogar Innenminister Markus Ulbig. Er entschloss sich nach der jüngsten Bombenentschärfung spontan, dem Team einen Besuch abzustatten. „Diese souveräne Arbeit unter Lebensgefahr verdient größten Respekt. Hier schützt ein einzelner Mensch oft das Leben von Tausenden“, so Ulbig. Allein im vergangenen Jahr wurden die Mitarbeiter des KMBD fast 950 Mal zum Einsatz gerufen. Oft handelt es sich dabei aber um kleine Handgranaten, Patronen oder andere Munition. Große Bomben wie diese in Dresden sind eher selten. 38 Mal war es 2013 nötig, dass 38 Blindgänger entschärft werden mussten. Aufgrund schwieriger Bedingungen waren es 17, die vor Ort sogar gesprengt wurden. Der Rest, der über das Jahr so anfällt wird mitgenommen und fachgerecht entsorgt. 165 Tonnen verschiedenster Munition sind dabei im vergangenem Jahr zusammengekommen. (RL)