Drive-In für Corona-Tests in Dresden eingerichtet

Die Landeshauptstadt Dresden hat heute einen Drive-In für Corona-Teste auf dem Gelände der Messe Dresden in Betrieb genommen. Dort sollen standardisierte Tests auf SARS-CoV-2-Infektionen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kritischer Infrastrukturen durchgeführt werden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert sagte am Morgen der Inbetriebnahme: „Eine der Herausforderungen der kommenden Wochen wird es sein, dass wir zunächst das Pflegepersonal stärker testen. Die schlimmen Ereignisse in einigen Alten- und Pflegeheimen in Deutschland und Sachsen haben gezeigt, dass genau hier eine Achillesverse in unseren Systemen besteht. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz Dresden können wir hier eine Lücke schließen und Menschenleben schützen.“

Das Brand- und Katastrophenschutzamt der Landeshauptstadt Dresden organisierte den Aufbau und Betrieb der Teststrecke. Das habe sich angeboten, weil das Amt bereits Erfahrungen in Aufbau und Betrieb solcher Einrichtungen hatte. Pro tag können aktuell bis zu 200 Personen im neuen Drive-In-Verfahren auf das neuartige Coronavirus getestet werden. Die Kapazität könne aber noch um weitere Module erweitert werden, wenn der Bedarf bestünde. Wichtig ist zu erwähnen, dass der Test nur auf ausdrückliche Einladung erfolgt. Die Maßnahmen sind Pflegepersonal und Mitarbeiter wichtiger Infrastruktur vorbehalten. Es werden also im Vorfeld Termine vergeben, ein spontanes Erscheinen ist nicht möglich. Zum vereinbarten Zeitpunkt finden sich die Test-Teilnehmer auf dem Gelände in der Messe Dresden ein. Die zu testenden Personen fahren dann mit ihrem PKW in die Teststrecke und bleiben dabei im Auto sitzen. Die Wegführung durch die Teststrecke ist ausgeschildert. An mehreren Stationen werden die Test-Teilnehmer vom Personal weitergeleitet. Von der Anmeldung über die Befragung zum Gesundheitszustand geht es letztlich zur Abstrich-Abnahme. Acht ehrenamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nehmen täglich unter Anleitung eines Arztes die Beprobung vor. Alle im Einsatz befindlichen Helfer haben eine Infektionsschutz-Weiterbildung absolviert. Die abgenommenen Proben werden im Labor des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost untersucht. Das Terminmanagement, die Dokumentation und die ggf. erforderliche Prüfung persönlicher Kontakte übernehmen Mitarbeiter des Rathauses.

(Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Fotos: Rico Löb)