Seelze. Ein Großbrand hat am Samstagnachmittag (6. September 2026) einen Restpostenmarkt im Brüggefeld in Seelze weitgehend zerstört. Der hintere Teil der Halle stürzte ein. Nach ersten Schätzungen liegt der Sachschaden bei rund einer Million Euro.
Gegen 16.18 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Seelze alarmiert. Die erste Meldung sprach von einem brennenden E-Bike. Als die ersten Kräfte eintrafen, stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Die Alarmstufe wurde erhöht; auch die Drehleiter der Feuerwehr Garbsen rückte als zweite Drehleiter an.
Der Markt war noch geöffnet. Mitarbeitende brachten Kunden und sich selbst rechtzeitig ins Freie. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein Kunde den Markt mit einem Elektromobil befahren, aus dessen Motor Funken austraten. Der Kunde erlitt leichte Verletzungen. Ob das Elektromobil die Brandursache war, ermittelt die Kriminalpolizei.
Wegen der hohen Brandlast breitete sich das Feuer rasch aus. Der hintere Hallenteil stürzte ein; für weitere Gebäudeteile bestand Einsturzgefahr. Die Brandbekämpfung erfolgte von außen mit Strahlrohren und den Wasserwerfern beider Drehleitern. Die Rauchsäule war bis zum Deister und zum Steinhuder Meer sichtbar.
Ein Baufachberater des THW beurteilte die Stabilität. Fachgruppen aus Ronnenberg, Wunstorf und Elze unterstützten mit Teleskopladern, Radlader und Beleuchtung. Nach dem Abtragen des eingestürzten Hallenteils konnten Brandnester gezielt abgelöscht werden. Die Arbeiten liefen unter Atemschutz über viele Stunden.
Neun Ortsfeuerwehren der Stadt Seelze waren mit 141 Einsatzkräften beteiligt. Die Polizei sperrte die Garbsener Landstraße vollständig. Gas und Strom wurden abgeschaltet. Die Brandursachenermittlung läuft.










