Pirna: Ursache für Erschütterungen weiter unklar

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Nach dem dumpfen Knall und den daraus resultierenden Erschütterungen in und um Pirna am späten Montag Abend tappt man weiter im Dunkeln was die Ursache angeht. Laut Medienberichten schließe man den anfangs angenommenen Grund aus, Kampfflugzeuge im Überschallbereich hätten den Knall ausgelöst. Eine Sprengung sei ebenso unwahrscheinlich, da dies vorher hätte angemeldet werden müssen und am Abend nur im Ausnahmefall genehmigt worden wäre. Ein Erdbeben als Grund wird also immer wahrscheinlicher. Das Epi-Zentrum soll dabei in Stolpen gelegen haben, im Seismologischen Observatorium Berggießhübel stand ein Wert von 1,78 auf der Richterskala. Erbeben sind für die Region eigentlich unüblich. Sogenannten „Mikro-Beben“ würden maximal im Vogtland auftreten. Mit einer Stärke von etwa 2,0 gibt es pro Jahr in Deutschland etwa 60 Erdbeben. Das letzte schwere Beben war 1911 in Tübingen mit einer Stärke von 6,1. (RL | Symbolbild)