Nach Ausschreitungen bei Dynamo-Spiel: Polizei sucht Rädelsführer

Im Bild: Leiter der Sonderkommission „Hauptallee“ Enrico Lange (36) hängt ein Fahndungsplakat aus

 

Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen am 16. Mai 2021 am Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden fahnden die Staatsanwaltschaft Dresden sowie die Polizeidirektion Dresden nunmehr öffentlich nach 20 Tatverdächtigen.

Leiter der Sonderkommission „Hauptallee“ Enrico Lange (36) hängt ein Fahndungsplakat aus

Ihnen wird schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Die Männer stehen im Verdacht, als Rädelsführer maßgeblich an den Ausschreitungen beteiligt gewesen zu sein. Die meisten von ihnen sollen als Flaschen- oder Steinewerfer auf der Lennéstraße und im Großen Garten in Erscheinung getreten sein.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat das Amtsgericht Dresden die Öffentlichkeitsfahndung angeordnet. Diese umschließt unter anderem auch die Veröffentlichung von Fahndungsplakaten, die die gesuchten Tatverdächtigen zeigen (siehe anliegendes Fahndungsplakat). Die Fahndungsplakate werden in den kommenden Tagen an verschiedenen Orten in Dresden zu sehen sein. Gleichzeitig werden die Bilder auch auf der Fahndungsseite der Sächsischen Polizei gezeigt.

Von der Veröffentlichung erhoffen sich Staatsanwaltschaft und Polizei Hinweise zur Identität der abgebildeten Personen. Hinweise nehmen die Ermittler unter der

Rufnummer:  (0351) 483 22 33 oder unter der
E-Mail:            hinweisaufnahme.pd-dresden@polizei.sachsen.de

entgegen.

Am Rande der Fußballbegegnung zwischen der SG Dynamo Dresden und Türkgücü München kam es am Rudolf-Harbig-Stadion zu Ausschreitungen, bei denen auch 185 Polizeibeamte verletzt wurden. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen konnte die Soko „Hauptallee“ bislang 108 Tatverdächtige identifizieren.

UPDATE 25.06.2021

Inzwischen haben sich vier Tatverdächtige (16 bis 34 Jahre, deutsch) selbst auf Polizeidienststellen gestellt. Der erste von ihnen erschien bereits eine halbe Stunde nach Veröffentlichung der Öffentlichkeitsfahndung in einem Polizeirevier. Die vier Beschuldigten wurden zweifelsfrei identifiziert. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Nachdem sich binnen kurzer Zeit diese vier Gesuchten selbst gestellt hatten, haben sich im Laufe des heutigen Tages zwei weitere Tatverdächtige (17, 23 Jahre, deutsch) bei Dienststellen der Polizei gemeldet und konnten zweifelsfrei identifiziert werden.