Mitten im Wald: Wohnhaus in Vollbrand

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Ein Wohnhaus in Jonsdorf bei Zittau (Sachsen) ist am Sonntag vollständig ausgebrannt. Gegen 10:16 Uhr wurden die Feuerwehren aus Jonsdorf und Olbersdorf zu dem Gebäude alarmiert. Hier gab es schon die ersten Schwierigkeiten: Das Haus befand sich auf dem Jonsberg und lag mitten in einem Waldstück. Durch den starken Schneeregen war die Zufahrt bereits aufgewicht, nur geländegängige Fahrzeuge konnten nach oben. Außerdem musste eine Wasserversorgung aus einem Hyranten über eine längere Strecke aufgebaut werden. Zunächst nutzte man das Wasser aus den Fahrzeugtanks für einen Innenangriff. Auch aus einem Zierfischteich wurde solange über eine Tauch- und eine Feuerlöschkreiselpumpe Wasser gefördert. Letztendlich mussten die Trupps aus dem Innenangriff aber wieder abgezogen werden, da das Gebäude mittlerweile nahezu in Vollbrand stand. Inzwischen wurden auch weitere Kräfte nachalarmiert. Unter ihnen auch der SW2000 der Feuerwehr Großschönau. Mit diesem Fahrzeug konnte man eine stabile Löschwasserversorgung aus einem Teich im Ortskern aufbauen. Mit einer Verstärkerpumpe wurde das Wasser so zum Brandobjekt gefördert.

Sehr zeitnah wurde auch die Schnelleinsatzgruppe des DRK angefordert. Diese war für die medizinische Absicherung, sowie für die Betreuung und Versorgung der Einsatzkräfte zuständig. Auch die Führungsgruppe des Landkreises Görlitz wurde hinzugezogen, um eine Technische Einsatzleitung einzurichten. So konnte man die über 100 Einsatzkräfte am besten koordinieren.

Letztendlich musste das brennende Gebäude aufgegeben werden. Der Löschangriff diente laut Angaben der Feuerwehr im weiteren Verlauf nur noch der Restablöschung. Dennoch war es nötig, dass zahlreiche Atemschutzgeräteträger eingesetzt wurden. Ein Gerätewagen Atemschutz aus Zittau stellte deren technische Versorgung sicher.

Warum das Feuer ausbrach ist zur Stunde noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und wird prüfen, ob sich Gerüchte über einen möglichen Einbruch bewahrheiten. Die Eigentümer des Hauses waren zum Brandzeitpunkt im Urlaub und nicht anwesend. Verletzt wurde vorerst niemand, die Bahngleise der naheligenden Schmalspurbahn, sowie eine nahe gelegene Straße waren zum Zeitpunkt der Löscharbeiten gesperrt.

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