Männertagsgruppe löste den Waldbrand in der Böhmischen Schweiz mit Feuerwerkskörpern aus

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Im Nationalpark Böhmische Schweiz, nahe der deutschen Grenze, ereignete sich am Donnerstagnachmittag (Himmelfahrt) ein Waldbrand. Der Brandherd erstreckte sich zwischen dem Prebischtor (Pravčická brana) und der deutschen Staatsgrenze und erforderte einen umfangreichen Einsatz der Feuerwehr. Die Flammen breiteten sich rasch auf eine Fläche von mehr rund 2.000 Quadratmetern aus, was die Situation in dem unwegsamen Gelände zusätzlich erschwerte.

Zur Brandursache liegen neue Erkenntnisse vor. Medienberichten zufolge sollen Feuerwerkskörper, die von einer Gruppe Wanderer abgebrannt wurden, den Brand ausgelöst haben könnten. Die tschechische Polizei konnte die mutmaßlichen Täter aufgreifen, ein Mann soll die Tat gestanden haben. Es wird nun wegen des Verdachts der Gefährdung der Allgemeinheit ermittelt. Augenzeugenberichten zufolge habe der Mann unter Alkoholeinfluss mit den Feuerwerkskörpern hantiert, als es plötzlich zu einer Explosion kam und das Feuer sich ausbreitete.

Glücklicherweise konnte der Waldbrand dank des schnellen Einsatzes der tschechischen Feuerwehr und der Unterstützung von deutschen Einsatzkräften schnell unter Kontrolle gebracht werden. Ein Löschhubschrauber wurde zur Unterstützung herbeigerufen, jedoch letztendlich nicht benötigt. Rettungskräfte blieben über Nacht vor Ort, um mögliche Glutnester zu überwachen und ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern.

Der Waldbrand löste bei den Menschen vor Ort böse Erinnerungen an die verheerenden Brände im Nationalpark im letzten Jahr aus. Es war ein glücklicher Umstand, dass das Feuer diesmal schnell gelöscht werden konnte, um größere Schäden zu verhindern. Besonders bedenklich war, dass sich aufgrund des Feiertags in Deutschland ungewöhnlich viele Besucher im Park aufhielten. Die Nationalparkverwaltung musste die Besucher bitten, nicht zum Prebischtor hinaufzusteigen, um die Rettungs- und Löscharbeiten nicht zu beeinträchtigen.