Burkau: BMW schleudert von Autobahn in Waldstück

Schwerer Unfall am Dienstag Nachmittag auf der Autobahn 4 bei Burkau. Ein BMW war in Richtung Görlitz unterwegs, als der Fahrer kurz vor dem Burkauer Berg scheinbar die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der Wagen schlingerte erst nach links und schleuderte dann plötzlich nach rechts über die gesamte Fahrbahn. Das Auto kam anschließend von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Wildzaun und krachte gegen mehrere Bäume. Letztendlich landete das völlig zertrümmerte Fahrzeug am Rande eines Waldstücks. Die Insassen konnten sich noch selbst retten, ehe ein zufällig vorbeifahrender Rettungswagen die Unfallstelle entdeckte. Die Sanitäter waren gerade auf einer Rückfahrt nach Görlitz und kümmerten sich sofort um den schwer verletzten Mann und die leicht verletzte Beifahrerin. Auch ein zufällig vorbeikommender Feuerwehrmann unterstütze die Rettungskräfte, ehe Notarzt und Feuerwehr eintrafen. Durch die Kameraden der Ortsfeuerwehren Leppersdorf und Ohorn wurde die Einsatzstelle abgesichert. Dazu gehört auch das Abklemmen der Fahrzeugbatterie. Diese kann nach einem Unfall zur Gefahrenquelle werden, beispielsweise durch Funkenbildung, die zu einem Brandausbruch führen kann. Schwierig jedoch bei diesem Unfall: Es handelte sich um ein modernes Fahrzeug, bei dem die Batterie nicht wie gewohnt im Motorraum ist. Durch den Fahrer wurde den Einsatzkräften jedoch mitgeteilt, wo das Bauteil zu finden war. „In solchen Fällen wäre eigentlich eine Rettungskarte das Richtige“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr. Doch eine solche Rettungskarte, auf der für die Feuerwehren alle im Notfall wichtigen Infos einzusehen sind, ist nicht sehr weit verbreitet und auch noch nicht für jeden Fahrzeugtyp ausgearbeitet. Viele Vereine und Institutionen setzen sich jedoch gut dafür ein, sodass in Zukunft vielleicht der ein oder andere PKW mehr damit ausgestattet sein dürfte.  Auch auf der Heimfahrt nach dem Einsatz galt es für die Feuerwehrleute aufpassen: zwischen Pulsnitz und Hermsdorf wurde ein Geiterfahrer gemeldet. Ersten Informationen zufolge gab es jedoch keine Zwischenfälle. (RL)