Silvester: Hinweise zum Umgang mit Feuerwerk

10

Silvester steht vor der Tür und damit auch der große Feuerwerkseinkauf an den letzten Tagen im Jahr. Während es in den Geschäften in Deutschland in der Regel ausschließlich geprüfte Ware mit BAM- oder CE-Kennzeichnung gibt, vertrauen immer wieder vor allem Jugendliche auf die günstigeren Böller im benachbarten Tschechien und Polen. Diese sind zwar eventuell lauter und prachtvoller, doch ohne fachmännische Prüfung auch richtig gefährlich. Beispielsweise die in den Nachbarländern erhältlichen Kugelbomben. Wie das Landeskriminalamt Sachsen mitteilt, „erfordert deren Verwendung nicht nur Fachwissen und eine spezielle Ausrüstung, sondern zudem einen Erlaubnisschein nach dem Sprengstoffgesetz, quasi eine „Fahrerlaubnis“ für das Abbrennen von Feuerwerk“. Immer wieder werden durch das Abbrennen von nicht -geprüften Feuerwerkskörpern Personen verletzt. Meist sind es dann auch noch unschuldige, die gesundheitliche Schäden davon tragen. Doch auch bei Artikeln mit BAM- oder CE-Prüfzeichen sollte man unbedingt die Gebrauchsanweisungen auf der Verpackung beachten. Andernfalls kann auch dann der Jahreswechsel in einem Drama enden.
Die Polizei empfiehlt deshalb:

  • Nur Feuerwerkskörper verwenden, die in Deutschland ausdrücklich zugelassen sind.
  • Die auf der Verpackung oder dem Feuerwerkskörper angebrachten Gebrauchsanweisungen vor dem Abbrennen lesen und genau beachten.
  • Nicht an Feuerwerkskörpern herumbasteln oder sie „frisieren“ – so passieren jährlich dutzende Unfälle.
  • Immer ein wachsames Auge auf Kinder haben.
  • Ein Balkon ist grundsätzlich kein geeigneter Ort für die Verwendung von Feuerwerkskörpern, insbesondere nicht zum Starten von Raketen.
  • Feuerwerkskörper nie auf Personen, Tiere, Gebäude, Fahrzeuge oder brennbare Gegenstände werfen.
  • Finger weg von sogenannten „Blindgängern“ – liegen lassen, keinesfalls versuchen, erneut zu zünden!
  • Beim Verlassen der Wohnung: Fenster schließen.

Sollten diese Hinweise beachtet werden, kann eigentlich nicht mehr viel passieren. Ein wachsames Auge sollte man jedoch immer auf sein Umfeld werfen. Wir wünschen an dieser Stelle schonmal einen guten und hoffentlich unfallfreien Rutsch ins neue Jahr!

Vorheriger ArtikelBautzen: Bissiger Hund verletzt drei Menschen
Nächster ArtikelTeichnitz: Feuer in Metallverarbeitungsfirma