Schneechaos in Ostsachsen – nichts ging mehr auf den Straßen

Die starken Schneefälle am Mittwochmorgen haben vor allem in Ostsachsen für ein Verkehrschaos gesorgt. Mitten im Berufsverkehr ging nichts mehr, zwischen Dresden und Görlitz waren die wichtigsten Verkehrsadern blockiert. Zum Beispiel die A4 zwischen Bautzen und Uhyst am Taucher. Auf 10 Kilometern Länge gab es mehrere Schwerpunkte, wo der Verkehr zum Erliegen kam. Einer davon war der sogenannte „Prischwitzer Berg“ in Fahrtrichtung Dresden. Dort kamen die LKW an der Steigung auf der spiegelglatten Fahrbahn einfach nicht mehr voran. Einige versuchten noch zu überholen, am Ende stand es aber auf drei Fahrspuren nebeneinander. Fatal war das auch für den Winterdienst: ein Räumfahrzeug stand weiter hinten im Stau und kam durch die liegen gebliebenen LKW nicht mehr voran, es fiel also aus, während es eigentlich dringend gebraucht wurde. Die Polizei rückte an und sorgte dafür, dass andere Räumfahrzeuge entgegen der Fahrtrichtung auffahren konnten, um die Fahrbahn von Schnee und Eis zu befreien. Anschließend zog man das Technische Hilfswerk (THW) hinzu, welches die LKW den Berg hinauszog, die es nicht aus eigener Kraft schafften. So konnte man den Stau Stück für Stück auflösen. Dies dauerte jedoch mehrere Stunden.

Ein weiterer Schwerpunkt war die B98 in Höhe der Anschlussstelle Burkau. Hier war nicht der Berg auf der Autobahn das Problem, sondern die Fahrbahn der Bundesstraße neben der Autobahn. Diese war so glatt, dass LKW nicht mehr vorwärts kamen und die gesamte Bundesstraße blockierten. Dadurch konnten Laster von der Autobahn nicht mehr abfahren, da es sich bereits in die Abfahrt staute. Auf der anderen Seite konnten Laster nicht mehr auf die Autobahn auffahren, weil auch dort die Fahrbahn so glatt war, dass LKW nichtmal bis zur Autobahn kamen.

Auch sonst gab es in ganz Ostsachsen unzählige Unfälle, liegengebliebene Fahrzeuge und gesperrte Straßen. Allmählich beruhigt sich die Lage wieder, der Schneefall hat nachgelassen und die Winterdienste bekommen die Straßen nach und nach frei. Dennoch wird es sicherlich bis in den Nachmittag dauern, bis alle Vorfälle geräumt sind.