Sachsen: Tillich besucht Landesfeuerwehrverband

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute den Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen, Karsten Saack, seinen Stellvertreter Christian Kirsch und den Landesjugendwart Andreas Huhn zu einem Gespräch in der Staatskanzlei empfangen. Dabei haben sie sich u. a. über Maßnahmen zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren ausgetauscht. In diesem Zusammenhang standen die Themen Nachwuchsgewinnung, Brandschutzerziehung in Schulen, finanzielle Unterstützung des Landesfeuerwehrverbandes durch den Freistaat Sachsen sowie die Beseitigung der Hochwasserschäden im Mittelpunkt. Obwohl die Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehren aufgrund der demografischen Entwicklung und der Mobilität auf dem Arbeitsmarkt rückläufig sind, melden die Freiwilligen Feuerwehren in Sachsen immer noch insgesamt 43.782 aktive Mitglieder. „Die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren im Freistaat Sachsen ist damit in vollem Umfang gewährleistet. In keiner sächsischen Gemeinde musste eine Pflichtfeuerwehr gebildet werden“, sagte Tillich. Gleichwohl erarbeite die Arbeitsgruppe „Freiwillige Feuerwehren Sachsen 2020“ derzeit ein notwendiges Zukunftskonzept. Diese Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern des Staatsministeriums des Innern, des Landesfeuerwehrverbandes, des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, des Landkreistages, der Landesfeuerwehrschule sowie des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI zusammen. Die meisten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren werden bereits in jungen Jahren über die Jugendfeuerwehr für ein ehrenamtliches Engagement gewonnen. Die Jugendfeuerwehr als wichtigste Quelle der Mitgliedergewinnung wird vom Freistaat Sachsen jährlich mit 400.000 Euro gefördert. Außerdem startete das Staatsministerium des Innern 2009 die Kampagne „Helden gesucht“. Diese soll vor allem Jugendliche wieder verstärkt für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr begeistern. Die Kampagne wirkt. „Erfreulicherweise stieg die Mitgliederzahl bei der Jugendfeuerwehr von 10.831 im Jahre 2010 auf 11.540 im Jahre 2012“, sagte Tillich. Darüber hinaus erleichtere die Änderung des Sächsischen Brandschutz-, Rettungsdienst- und Katastrophenschutzgesetzes vom September 2012 das ehrenamtliche Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr durch die nunmehr mögliche Doppelmitgliedschaft erheblich. „Damit der hohe technische Qualitätsstandard im Brand- und Katastrophenschutz weiterhin erhalten werden kann, unterstützt die Staatsregierung die Kommunen bei der Modernisierung ihrer Feuerwehren in den Jahren 2013 und 2014 mit jeweils 21 Millionen Euro“, so Tillich. Daneben stünden in beiden Jahren gesondert jeweils rund sechs Millionen Euro für die Einführung des Digitalfunks (BOS-Digital-Funk) in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zur Verfügung. Für die Beseitigung von Schäden an der Ausstattung der Feuerwehren durch das Hochwasser 2013 hat die Staatsregierung außerdem ein Sonderförderungsprogramm im Umfang von 10 Millionen Euro bereitgestellt.