Ostsachsen: Überfall und Verfolgsjagd – Polizei übt Zusammenarbeit

Am Mittwochvormittag hat die Polizeidirektion Görlitz gemeinsam mit ihren benachbarten Dienststellen in Brandenburg und Polen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Verfolgung von Tätern auf frischer Tat trainiert. Dabei prüften die beteiligten Dienststellen die Wirksamkeit der gegenwärtigen Informationswege, um die Zusammenarbeit zwischen der sächsischen, brandenburgischen und polnischen Polizei noch weiter zu verbessern.
Nach einem fiktiven Raubüberfall auf eine Tankstelle in Schwarzkollm bei Hoyerswerda flüchteten die Täter mit einem Auto zunächst nach Brandenburg und später über den Grenzübergang Podrosche im Landkreis Görlitz in die Republik Polen. Alarmierte Polizeibeamte aus Sachsen und Brandenburg verfolgten das Fluchtfahrzeug, eilten ihm über die Neiße auf polnisches Hoheitsgebiet nach und nahmen die Täter im Zusammenwirken mit der polnischen Polizei wenig später in Przewoz fest.
Nahezu zeitgleich wurde in Reichenbach/O.L. bei Görlitz der Diebstahl eines Audis simuliert. Der gestohlene Wagen flüchtete in Richtung Osten und wurde dabei ebenfalls von Polizisten verfolgt. Nachdem die Beamten verhindern konnten, dass der Täter mitsamt des Audis über den Grenzübergang Stadtbrücke in Görlitz ausreiste, stoppte der Pkw an der Altstadtbrücke. Der Autodieb ließ den Wagen zurück und flüchtete zu Fuß nach Polen. Dort wurde er in Zusammenarbeit von deutschen und polnischen Polizisten festgenommen.
Am Übungsende zogen alle Beteiligten eine positive Bilanz. Auch wenn an einzelnen Punkten Optimierungsbedarf erkannt wurde, funktionieren die bestehenden Informationswege. Die enge Zusammenarbeit zwischen den benachbarten Dienststellen hat sich einmal mehr bewährt.
Eine besondere Bedeutung kommt der zeitnahen und zielgerichteten Kommunikation sowie dem Gemeinsamen Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit im polnischen Swiecko zu. Hier koordinieren Mitarbeiter der Bundespolizei, des Zolls sowie der Landespolizeien aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen rund um die Uhr gemeinsam mit ihren polnischen Kollegen von Polizei, Grenzschutz und Zoll alle grenzüberschreitenden Einsätze entlang von Neiße und Oder – von Zittau bis Usedom.
Unabhängig davon, in welche Richtung Straftäter die Zuständigkeitsgrenzen überschreiten, sind die beteiligten Polizeidienststellen gut aufgestellt. Neben der täglichen Zusammenarbeit in realen Fällen wird es zu gegebener Zeit weitere Übungen geben. (PD Görlitz | Symbolbild)