Ostsachsen: Illegale Böller-Einfuhr nimmt wieder zu

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Am Dienstag Abend gegen 18.15 Uhr  kontrollierte eine Streife der Bundespolizeiinspektion Ebersbach in Ebersbach-Neugersdorf auf der Bahnhofstraße zwei Jugendliche. Im Rahmen der Kontrolle wurden 32 und 44 Knallkörper aus Tschechien festgestellt. Diese waren nicht mit den erforderlichen BAM- bzw. CE-Kennzeichnungen versehen und verstoßen somit gegen das Sprengstoffgesetz. Auch am Sonntag gegen 13.20 wurde am gleichen Ort und Stelle ein 26-jähriger mit seinem PKW kontrolliert. Hier wurden 60 verbotene Böller sichergestellt. Die Bundespolizei weist in dem Zusammenhang mit dem bevorstehenden Jahreswechsel nochmals daraufhin, dass die Einfuhr von nicht zugelassener Pyrotechnik eine teure und gefährliche Angelegenheit sein kann. Diese  nichtzugelassene Pyrotechnik, entspricht nicht der europäischen / deutschen Qualitätsnorm. Dies spiegelt sich in einer schlechteren Verarbeitungsqualität mit unberechenbaren Toleranzbereichen in Bezug auf die Funktionsweise der vorhandenen Zündmechanismen, einer anderen Materialzu-sammensetzung und einem größeren Mengeninhalt der explosionsfähigen Inhaltsstoffe, verbunden mit einer erhöhten „Sprengkraft“ und fehlender oder nicht verständlicher  Sicherheitshinweise und Beschriftungen sowie ungewollter  Selbstentzündung wieder. Die durch die Bundespolizei festgestellte nicht zugelassene Pyrotechnik wird von eigenen Spezialkräften in einem Spezialfahrzeug abgeholt und nach einer kurzen Zwischenlagerung in Absprache mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden zeitnah vernichtet. Dabei fallen hohe Fahrt – und  Entsorgungskosten an, die der Verursacher  per zugestellten Leistungsbescheid (ca. 250 Euro) zu entrichten hat. Nach dem Sprengstoffgesetz ist das Verbringen nach Deutschland bzw. der Umgang mit nichtzugelassener Pyrotechnik  unter Strafe gestellt. Wer mit diesen nichtzugelassenen Gegenständen umgeht, ohne im Besitz einer Erlaubnis nach § 27 SprengG zu sein, macht sich eines Verstoßes gemäß § 40  Absatz 1 Nr. 3 SprengG verdächtig und hat mit einer Strafanzeige zu rechnen.   Durch die Bundespolizeiinspektionen der Bundespolizeidirektion Pirna wurden in Sachsen im Jahr 2013 ca. 52000 pyrotechnische Asservate sichergestellt und anschließend durch eigene Spezialkräfte vernichtet. Dies entspricht ungefähr einer Nettoexplosivstoffmasse von 1000kg. (BPOLI Ebersbach | Symbolbild)