Landkreis Harz macht Weg frei für ein Löschflugzeug

Eine solche Canadair-Maschine wird es vermutlich nicht, aber zumindest ein kleines Löschflugzeug möchte der Landkreis Harz während der Saison dauerhaft verfügbar haben. Foto: Symbolbild/Pixabay
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Im Landkreis Harz ist nach den schweren Waldbränden nun der Weg freigemacht worden für ein Löschflugzeug. Der Kreistag hat mehrheitlich dafür gestimmt, dass ein privater Dienstleister zum Betrieb eines Kleinlöschflugzeuges beauftragt werden kann. Dieses solle mindestens 2.000 Liter Löschwasser fassen und von April bis September innerhalb von 90 Minuten in der Luft sein. „Im Kern gehe es darum, mit diesem zusätzliche Löschmittel künftig bei Wald- und Vegetationsbränden schneller mit dem Löschen zu beginnen und so Großfeuer, wie zuletzt am Brocken, kurz nach der Entstehung aus der Luft wirkungsvoll zu bekämpfen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises Harz. Experten begrüßen diesen Schritt, sehen die Einsatzzeit von 90 Minuten aber kritisch, zumindest wenn es um das schnelle Bekämpfen eines Waldbrandes geht. Bis zu 90 Minuten sei ein großer Zeitslot, in dem sich ein Waldbrand bereits unkontrollierbar ausbreiten kann. Das weiß auch der Landrat des Landkreises Harz: „Die schnelle Verfügbarkeit des Flugzeuges führt neben der zeitnahen Brandbekämpfung auch zu einer schnellen und genauen Erkundung von Bränden, was in der Vergangenheit immer wieder zu Verzögerungen führte“, schildert er die Lage in einem Statement. „Das Löschflugzeug ist ein Signal für die Kameraden. Nichts machen ist nach dem jüngsten Großbrand am Brocken fahrlässig und eine Ohrfeige für die oftmals ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehren“, betont Landrat Thomas Balcerowski weiter. Im nächsten Schritt soll nun zeitnah die Ausschreibung erfolgen. Zeitgleich laufen Gespräche mit anderen Landkreises über eine eventuelle Beteiligung. Interesse soll bereits der Landkreis Mansfeld-Südharz signalisiert haben.

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