Hosena: Der Tag nach dem Zugunglück

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Eine ungewöhnliche Stille herrscht über dem Ort Hosena in Südbrandenburg, 15 Kilometer westlich von Hoyerswerda. Die Stille ist deshalb so ungewöhnlich, weil hier normalerweise ein Zug nach dem anderen über die stark befahrenen Gleise rollt. Doch seit Montag Abend steht hier alles still. Ein Güterzug war gegen 18.30 Uhr auf einen weiteren beladenen Güterzug aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls hatten sich etwa 5-6 Waggons aufgerichtet und ineinander verkeilt. „Der Trümmerhaufen ist teilweise so hoch, wie ein dreistöckiges Wohnhaus“, so Lutz Miersch von der Polizeidirektion Süd. Der 51-jährige Lokführer des aufgefahrenen Zuges erlitt bei dem Unfall Verletzungen,  die eine medizinische Versorgung im Krankenhaus erforderten. Durch die Bundespolizei und den Notfallmanager der Deutschen Bahn wurden noch in den Beweiserhebung übernommen. Die genaue Unfallursache und der Unfallhergang müssen noch ermittelt werden. Durch die erforderliche Streckensperrung kam es zu Beeinträchtigungen im Regionalbahnverkehr auf der Strecke Hoyerswerda-Ruhland. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen. (RL)

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