Großröhrsdorf: Problem-Asylheim nimmt wieder Flüchtlinge auf

Eigentlich war der Spuk in der alten Turnhalle in Großröhrsdorf vorbei. Hier wurden im Dezember 2014 einige Flüchtlinge als Notlösung untergebracht, ehe das provisorische Heim nach mehreren Zwischenfällen geschlossen wurde. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mussten mehrmals anrücken, Tunesier sorgten für Ärger. Die Krönung sollte am 5. Dezember ein Angriff auf einen Großröhrsdorfer sein, der angeblich von einem Asylbewerber bewusstlos geschlagen wurde. Doch wie sich herausstellte: diese Attacke war erfunden! Der „Geschädigte“ hatte sich die Verletzungen selbst hinzugefügt und es auf die Ausländer geschoben. Da im Landkreis Bautzen nun wieder die Asylbewerberheime ausgelastet sind, aus Chemnitz jedoch weitere Flüchtlinge der Region zugewiesen werden, muss Großröhrsdorf vorerst wieder als Notunterkunft herhalten. Schon am 4. Februar werden 14 Syrier in Großröhrsdorf einziehen. „Wie lange die Unterkunft in Betrieb bleibt, kann derzeit nicht gesagt werden. Sobald dem Landkreis wieder freie Plätze zur Verfügung stehen, werden die 14 Syrer in neue Unterkünfte umziehen.“, so eine Sprecherin des Landratsamtes am Montag Nachmittag in einer Pressemitteilung.