Großröhrsdorf: Nach Brand in Chemnitz – 33 neue Asylbewerber für das Rödertal

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Eigentlich hatte das Landratsamt Bautzen gehofft, dass in diesem Jahr keine neuen Asylbewerber untergebracht werden müssen. Landrat Michael Harig hatte sogar bei der Staatskanzlei ein Schreiben eingereicht, mit der Bitte, einen Zuweisungsstopp anzuordnen. Doch dem wurde nicht statt gegeben. Nachdem in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz ein Brand ausbrach und nun weniger Plätze zur Verfügung stehen, ist man gezwungen, weitere Asylbewerber im Kreis Bautzen aufzunehmen. Das Problem: die bestehenden Heime und Wohnungen sind bereits ausgelastet. In Großröhrsdorf jedoch gibt es noch eine Notunterkunft in einer ehemaligen Turnhalle. Diese soll zwar aufgrund mehrerer Vorfälle bis Weihnachten geschlossen werden, der Landrat jedoch sagte am Mittwoch in einer Pressemitteilung: „Die Neuzuweisungen in dieser Woche müssen allerdings erst einmal vorübergehend in der Notunterkunft in Großröhrsdorf untergebracht werden“. Doch man arbeite mit allen verfügbaren Kräften daran, „Umverteilungen aus den Asylbewerberheimen in angemieteten Wohnungen vorzunehmen, damit anschließend die Notunterkunft leergezogen werden kann“, so Harig weiter. Der Schließungstermin zu Weihnachten soll weiterhin als solcher bestehen bleiben.  In Pulsnitz findet am Mittwoch Abend unabhängig von der Notunterkunft in Großröhrsdorf eine Informationsveranstaltung zum Thema Asyl statt. Eingeladen dazu hat die Stadt Pulsnitz. Es wird auch einen Redner vom Landratsamt geben. (RL)

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