Erdbeben: Rettung nach 90 Stunden unter Trümmern

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Die Situation in der Erdbebenregion in der Türkei und Syrien ist weiter katastrophal. Mindestens 20.000 Tote haben die schweren Beben bereits gefordert und noch immer werden unzählige Menschen unter den Trümmern eingestürzter Häuser vermisst. Die Einsatzkräfte arbeiten am Limit und von Stunde zu Stunde sinkt die Wahrscheinlichkeit noch Überlebende zu finden. Doch es gibt auch Wunder, so wie gestern Abend in der türkischen Stadt Kahramanmaras. Dort hatten Rettungshunde an einem eingestürzten Haus angeschlagen. Rettungskräfte und freiwillige Helfer versuchen danach die in den Trümmern vermutete Person zu orten. Immer wieder herrschte absolute Stille, um Klopfzeichen oder Hilferufe hören und zuordnen zu können. Und dann gab es endlich ein Lebenszeichen. Unter Jubel und Freudentränen konnte man sich sicher sein, dass selbst 90 Stunden nach dem tödlichen Erdbeben noch Chancen auf eine Rettung bestehen. Unermüdlich wurden dann Schutt und Trümmer beiseite geräumt, immer mit der Gefahr, dass das Gebäude noch weiter einstürzen könnte. Stundenlang versuchte man mit dem Opfer in Kontakt zu bleiben, solange, bis man sich einen Weg durch den Beton gebahnt hatte. Und dann war es soweit: der Mann konnte nach vier Tagen ohne Wasser und unter eisigen Temperaturen lebend gerettet werden. Ein Rettungswagen übernahm das Opfer sofort und brachte es in ein Krankenhaus.