Einsatzbericht: Linienbus prallt in Feuerwehr-Gerätehaus

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Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

Petting, 24. Januar 2024 – Ein schwerer Verkehrsunfall erschütterte am vergangenen Mittwochnachmittag die beschauliche Gemeinde Petting im Süden Bayerns. Ein Linienbus kollidierte mit einem Kleinbus und durchbrach danach einer Mauer der Fahrzeughalle der örtlichen Feuerwehr. Vier Personen wurden verletzt, der Sachschaden ist erheblich. Ein detaillierter Bericht über die Rettungsmaßnahmen und den Unfallhergang.

Unfallhergang

Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

Am 24. Januar 2024 um 13:45 Uhr verlor der 61-jährige Fahrer eines Linienbusses aus bislang unbekannten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Bus, in dem sich neben dem Fahrer zwei Schülerinnen im Alter von 9 und 11 Jahren befanden, kollidierte zunächst mit einem entgegenkommenden VW-California. Anschließend durchbrach der Bus die nordwestliche Gebäudeecke des Feuerwehrhauses in Petting. Die Seitenwand der Fahrzeughalle stürzte ein, ein Hallentor wurde zerstört, und ein dort abgestelltes Einsatzfahrzeug der Feuerwehr erlitt erhebliche Schäden. Der Bus kam erst wenige Meter später auf dem Vorplatz des Gerätehauses zum Stehen.

Rettungseinsatz

Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort. Der Fahrer des Linienbusses wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von den Feuerwehrkräften mit hydraulischen Rettungsgeräten befreit werden. Er erlitt schwerste Verletzungen und wurde notärztlich versorgt und ins Klinikum Traunstein transportiert. Eine der beiden im Bus befindlichen Schülerinnen war unter Trümmern verschüttet und wurde von den Rettungskräften ausgegraben. Das schwer verletzte Kind wurde mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 6 nach Salzburg geflogen. Die zweite Schülerin kam mit leichten Verletzungen davon. Die Fahrerin des VW-California wurde mit leichten Verletzungen in die Kreisklinik Trostberg gebracht.

Großeinsatz der Rettungskräfte

Ein Großaufgebot an Rettungskräften, darunter die örtliche Feuerwehr Petting sowie Wehren aus umliegenden Gemeinden, war im Einsatz. Insgesamt waren über 100 Feuerwehrmänner und -frauen vor Ort. Die Rettungsdienste, darunter die Rettungshubschrauber Christoph 14 aus Traunstein und Christophorus 6 aus Salzburg, sowie zahlreiche Rettungswagen und Notärzte, kümmerten sich um die Rettung, Behandlung und den Transport der Verletzten.

Schadensbilanz

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Der entstandene Sachschaden ist erheblich und wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt. Die Fahrzeughalle der Feuerwehr Petting wurde stark beschädigt, und ein Einsatzfahrzeug ist vorübergehend nicht einsatzbereit.

Ermittlungen zur Unfallursache

Die Polizei Laufen und die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein nahmen die Ermittlungen zur Unfallursache auf. Die Staatsanwaltschaft Traunstein beauftragte einen Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens.

Einsatzbereitschaft der Feuerwehr

Die Feuerwehr Petting und umliegende Wehren zeigten beeindruckenden Einsatz und Professionalität bei der Rettung der Verletzten und der Absicherung der Unfallstelle. Die Einsatzfähigkeit der örtlichen Feuerwehr war bis zum nächsten Tag wiederhergestellt worden.