Das sagt das Landratsamt zu den Vorfällen in Bautzen

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Wie die Polizei aktuell mitteilt, sollen am Dienstagabend (1.11) auf dem Bautzener Kornmarkt drei junge Asylbewerber und zwei deutsche Frauen von einer achtköpfigen Männergruppe bedroht worden sein. Das Landratsamt betrachtet diesen Vorfall mit Sorgen. Denn das Jugendamt ist als gesetzlicher Vertreter der Eltern für die Sicherheit der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge verantwortlich.
Um welche drei jungen Flüchtlinge es sich bei dem Vorfall am Dienstagabend handelt, wird momentan noch geprüft. Sobald die Mitarbeiter des Jugendamtes wissen, wer von den Bedrohungen betroffen war, soll mit den Jugendlichen über die Geschehnisse gesprochen werden. Die jungen Flüchtlinge sollen für die aktuelle Situation in Bautzen sensibilisiert werden, um zukünftige mögliche Gefahrensituationen schnell zu erkennen und diesen zu entgehen. Auch mit den zuständigen Heimmitarbeitern soll gesprochen werden. Sie kennen die Jugendlichen am besten und können mit ihnen über das Erlebte sprechen.
Eine erneute Ausgangssperre zum Schutz der jugendlichen Flüchtlinge ist nach jetzigem Kenntnisstand aber nicht vorgesehen. Insgesamt leben im Landkreis Bautzen aktuell 181 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (Stand 1.11.2016).
In der Nacht zum 2.11. gab es laut Polizei in der Steinstraße und Töpferstraße mehrere Vorfälle zwischen jungen volljährigen Asylbewerbern und Deutschen. Die Polizei hat die Ermittlungen dazu aufgenommen. Auskünfte dazu erteilt die Polizei. (Quelle: Landratsamt | Foto: Symbolbild)

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