Burkau/Kamenz: S102 von Schlammmassen bedeckt

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Am heutigen Dienstagmorgen kam es auf der Umgehungsstraße zwischen Burkau und Kamenz am Abweig Gödlau zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Grund hierfür waren die heftigen Regenfälle am Vorabend. Binnen wenigen Minuten fielen an dieser Stelle 51 Liter Regen je Quadratmeter. Diese Mengen sind sonst kaum vorhanden und erinnern stark an asiatische Verhältnisse bei Monsunregenfällen. Durch den starken Regen und die Bauweise der Straße, welche sich einerseits mehrere Meter unter den Nebengrundstücken befindet spülte das Wasser jede Menge Schlamm von den Feldern und dem Böschungshang auf die Straße. Die eingebauten und sehr flachen Entwässerungsgräben an der Umgehungsstraße konnten diese Massen nicht verkraften und waren binnen Minuten gefüllt. Die Schleusen setzten sich mit Grasmaht sowie Schlamm und Müll zu, sodass sich das Wasser den einfachsten Weg auf die Straße suchte. Dort sammelten sich in der folgenden Zeit ca. 1-3 cm Schlamm auf einer Strecke von 400 Metern an. Die Feuerwehr Rauschwitz war mit 2 Fahrzeugen vor Ort und sperrte nach Besichtigung der Lage den Autobahnzubringer teilseitig. Die Gemeinde Elstra kam mit einem Komunaltraktor zur Hilfe. Grobe Erdmassen wurden direkt mit Maschinenkraft entfernt. Ebenfalls wurde die Straßenmeisterei alarmiert, welche die Straße, die Gullis, sowie die Straßenbegrenzungspfähle vom Schlamm befreien sollte. Die hinzugezogene Polizei richtete eine Umleitung für alle Kraftfahrer aus Burkau kommend ein. Die Frage, wer Schuld an diesem „Ernstfall, welcher lange vorhergesagt wurde“ hat, ist unklar. Auf den Nachbarfeldern steht Mais, welcher dem Wasser optimale Möglichkeiten bietet, sich mit dem Schlamm in Richtung Straße zu begeben. Jedoch wurden alle Schutzmaßnahmen der Landwirte vollzogen. So wurde eine „Ackerfurche“ gezogen, welche die gröbsten Erdmassen aufhalten soll. Die Straßenmeistereien haben an dem Hang das Gras der letzten Grasmahd liegenlassen, welche die Schleusen verstopft hat. Ebenfalls sind die Entwässerungsgräben sehr flach und bieten kaum Schutz. Sind an dieser Stelle Planungsfehler aufgetreten? Kann man diese Behinderungen in Zukunft beseitigen? Etliche Fragen, welche sich sicherlich in Zukunft die zuständigen Stellen durch den Kopf gehen lassen müssen. (JL)
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