Bautzen: Neuartiger Solar-Rauchmelder entwickelt

Patrick Schäfer ist 17 Jahre und macht derzeit am Schiller-Gymnasium in Bautzen sein Abitur. Sein Herz schlägt für die Feuerwehr und er selbst verbringt viel Freizeit mit seinen Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Bautzen Mitte. Als er im vergangenem Jahr seine Komplexarbeit für die Schule beginnt, ist für ihn klar, dass der Inhalt etwas mit der Feuerwehr zu tun haben muss. Nachdem die Idee eines detaillierten Einsatzszenarios schnell verfliegt, kommt Patrick gemeinsam mit seinem Schwager auf die Idee, einen Rauchmelder zu entwickeln. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, ist von Beginn an klar. Doch Patrick zeigt sich ehrgeizig: „Wenn ich es durchzieh‘, dann muss es auch fertig werden“, sagt er sich. So setzt sich Patrick im Dezember 2012 mit seinem Schwager zusammen und arbeitet erste Ideen aus. Als erstes muss er recherchieren, wie so ein fotooptischer Rauchmelder überhaupt funktioniert. Anschließend überlegt er sich, was es denn noch nicht auf dem Markt gibt. Ganz klar: ein Rauchmelder, der über eine Solarzelle mit Strom versorgt wird. So entfällt das lästige Batterie-Wechseln.  Anschließend entwickelt Patrick ein ansprechendes Design für das Gerät. Dann kommt der aufwändige und schwierige Teil: die Elektronik. Ein Schaltplan muss entworfen werden. Patrick sitzt ganze Nächte an seinem Rauchmelder, die Zeit rennt ihm davon. Doch als beim ersten Test endlich alles so klappt, wie es soll, ist er mehr als stolz. Zwar sind die Details noch lange nicht so ausgereift, wie bei einem Gerät, was es zu kaufen gibt, dennoch ist der Prototyp voll funktionsfähig. „Das  Alarmsignal ist noch lange nicht so laut wie vorgeschrieben. Aber ich möchte nicht riskieren, dass so kurz vor dem Ziel etwas durchbrennt“, schildert der 17-jährige. Schließlich ist das Ganze ja „nur“ ein Prototyp – was ja heißt, dass noch viel viel Entwicklungszeit dahinter steckt. Für das Schulprojekt sind ursprünglich 60 Arbeitsstunden angesetzt. Die wird Patrick jedoch weit übertroffen haben. „Ich saß sämtliche Ferien daran, habe viele Nachmittage und Wochenenden geopfert“. 320 Euro hat ihn das Projekt bereits gekostet. Eine Unterstützung von 250 Euro bekam er jedoch in Form eines Stipendiums. Mitte 2014 soll der Rauchmelder dann in der Schule präsentiert werden. Vorher nimmt Patrick aber noch an einem Wettbewerb teil. „Forscher gesucht“, heißt das Projekt der Kreissparkasse Bautzen. Bei Facebook kann man bis zum 20.Dezember für seine Lieblingsidee abstimmen und jungen Entwicklern eine Finanzspritze verleihen. Patrick würde sich freuen, wenn er den ein oder anderen Klick bekommen würde. Unsere Stimme hat er jedenfalls. (RL)
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