Reportage: Einsatz an der ukrainischen Grenze

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Der brutale Krieg in der Ukraine hat dafür gesorgt, dass bereits jetzt, zwei Wochen nach Kriegsbeginn, Millionen von Menschen ihr zu Hause verlassen haben, um in anderen Ländern Schutz zu suchen. Der größte Teil der Kriegsflüchtlinge kommt dabei immer noch in Polen an. Hier strömen die Menschen aus zwei Gründen hin: zum einen, um möglichst nah an der Ukraine zu bleiben, damit sie auch schnell wieder zurückkehren können. Zum anderen können die Flüchtlinge von Polen aus aber auch gut weiterreisen in andere Länder, wie zum Beispiel Deutschland.

Doch die Reise aus der Ukraine nach Polen ist voller Hürden und unmenschlicher Bedingungen. Die Züge sind voll bis auf den letzten Stehplatz, auch die Busverbindungen sind so begehrt, dass man kaum eine Chance hat, einen Platz zu bekommen. Wer auf eigene Faust mit dem Auto fährt, der muss zwischen 40 und 50 Stunden Wartezeit am Grenzübergang einplanen. Viele gehen deshalb auch zu Fuß, laufen 20, 30 oder sogar 40 Kilometer weit bis zu Grenze und müssen dort dann noch bis zu 24 Stunden in eisiger Kälte in der Schlange stehen, ohne Schlaf und ohne etwas zu Essen. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Frauen und Kinder, die Männer dürfen nicht ausreisen, sie müssen ihr Land verteidigen. Entsprechend groß ist deshalb nicht nur die Erschöpfung. Auch auch der psychische Zustand der Flüchtlinge leidet unter den Umständen und Emotionen.

Die polnischen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten sind komplett ausgelastet, gerade an den Grenzübergängen selbst können sie kaum noch Personal stellen, um den Flüchtlingen medizinisch zu helfen. Deshalb gibt es viele Einheiten aus ganz Europa, die freiwillig hergekommen sind, um bei der medizinischen Versorgung und der Betreuung der vielen Kriegsflüchtlinge zu unterstützen.

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