Polizisten erschießen ausgebüxte Schafe

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Es dürfte einer der größten Wolfsrisse in der Region sein. In der Nacht zu Mittwoch sind in Cunnewitz in der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal fast 20 Schafe gerissen worden. Wie ein Sprecher des Landratsamtes bestätigte, wurden 13 Tiere nur noch tot aufgefunden, zwei wurden verletzt und zwei weitere sind noch verschwunden. "Hier muss sich endlich etwas ändern", so der betroffene Schafhalter, der nicht genannt werden möchte. Er hatte die Herde extra mit einem hohen Elektrozaun gesichert, so wie es von Experten empfohlen wird. Doch es half alle Mühe nichts, der Wolf schlug offenbar im Rudel zu und konnte nicht aufgehalten werden. Erst in der vergangenen Woche erwischte es einen privaten Schäfer ganz in der Nähe. Im kleinen Ort Neudörfel wurde ein Schaf gerissen, auch hier vermutet man den Wolf dahinter.

Zwei offenbar ausgebüxte Schafe haben am Dienstagvormittag auf  der B 178 in der Nähe von Obercunnersdorf für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die beiden Tiere ließen sich jedoch nicht von der dreispurigen Hauptverkehrsader treiben. Die Bemühungen, den Halter der Tiere zu ermitteln, verliefen erfolglos. Streifen des Polizeireviers Zittau-Oberland hatten zwischenzeitlich die Bundesstraße gesperrt, um Unfälle zu verhindern. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, die Tiere einzufangen, blieb den Beamten nichts anderes übrig, als sie zu erschießen.