Ottendorf-Okrilla: Asylheim im Ferienlager nicht möglich

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Wie ein Pressesprecher des Landratsamtes Bautzen am Donnerstag mitteilte, werde der Landkreis Bautzen das ehemalige Ferienlager in Ottendorf-Okrilla nicht zum Asylbewerberheim umbauen. Nach Auswertung der voraussichtlichen Umbaukosten würde die Sanierung 2,1 Mio. € kosten. Die Ertüchtigung der Gebäude für 150 Plätze sei wirtschaftlich nicht vertretbar. Nunmehr soll untersucht werden, ob ein Abriss der Gebäude und der Aufbau einer Einrichtung in leichter Massivbauweise möglich ist. Hierzu wird es an erster Stelle Gespräche mit der Gemeindeverwaltung geben. Auch alternative Standorte in Ottendorf-Okrilla sind denkbar. Somit kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht gesagt werden, wann die ersten Asylbewerber in Ottendorf-Okrilla untergebracht werden. Anfang Oktober hatte die Landkreisverwaltung die Gemeinde und Anwohner informiert, dass das ehemalige Ferienlager grundsätzlich für die Unterbringung geeignet ist und dass die erforderlichen Baukosten untersucht werden. Mit dieser frühzeitigen Information sollte verhindert werden, dass der Vorwurf einer verspäteten Informationspolitik entsteht. (LRA)