Ostsachsen: Verkehrskontrollen für mehr Sicherheit

Am Dienstagnachmittag warfen Polizeibeamt an einigen Straßen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz einen wachsamen Blick auf die Fahrzeuge der Vorbeifahrenden sowie deren Regeltreue. 170 Autos waren zu schnell unterwegs, in 41 weiteren Fällen werden Ordnungswidrigkeitenanzeigen folgen. Am Autobahnparkplatz Rödertal, auf der S 111 zwischen Bloaschütz und Göda, auf der Unfallschwerpunktstrecke B 97 in der Laußnitzer Heide, im Hagenwerderer Industriegebiet, am Ausbauende der B 178n bei Oderwitz sowie auf der B 115 zwischen Rietschen und Weißkeißel maßen Polizeibeamte die Geschwindigkeit und blickten auf Mobil-Telefonierer sowie Gurtmuffel oder defekte Beleuchtung an den Fahrzeugen.
Insgesamt wurden 365 Fahrzeuge angehalten und deren Fahrer kontrolliert. Bei jedem Neunten (41 Fälle) hatten die Beamten ein ordnungswidriges Fehlverhalten der Lenker zu bemängeln. Am häufigsten waren es technische Mängel an den Fahrzeugen. In diesen 21 Fällen konnten es die Polizisten nicht mehr bei einem ermahnenden Gespräch belassen, so dass Anzeigen auf die Ertappten zukommen werden. Bei 4.434 Fahrzeugen maßen die Polizisten zudem die Geschwindigkeit. In 170 Fällen waren die Fahrer zu schnell unterwegs. Am Eiligsten hatte es ein Mann in einem VW Passat. Der Dresdener war mit 147 km/h bei erlaubten 100 km/h auf der B 178n bei Oderwitz unterwegs. Ihm drohen ein einmonatiges Fahrverbot, 160 Euro Bußgeld sowie zwei Punkte in der Flensburger Kartei.
Auch beim gewerblichen Güterverkehr sah es nicht viel besser aus. Zwei Lkw waren etwa ein Drittel überladen, wie mobile Waagen verrieten. An drei Lastern waren die EG-Kontrollgeräte zur Dokumentation der Lenk- und Ruhezeiten manipuliert worden. Die technischen Aufzeichnungen wurden offenbar verändert, damit die Berufskraftfahrer länger oder schneller fahren können, als erlaubt ist.
Die Polizeidirektion Görlitz war für die sechsstündigen Kontrollmaßnahmen mit 55 Beamten im Einsatz. Die Bußgeldstellen der Landkreise und der Landesdirektion werden die Ertappten in den kommenden Tagen anschreiben. (PD Görlitz)