Karlsruhe-Südstadt. Am Montagabend, 21. September 2026, ist in einem Mehrfamilienhaus in der Marienstraße ein Wohnungsbrand ausgebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen explodierte nach dem Ladevorgang der Akku eines E-Scooters in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss. Ein Bewohner versuchte zu löschen – ohne Erfolg. Das Feuer breitete sich rasch in der Wohnung aus.
Als die ersten Rettungskräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen und dichter Rauch aus den Fenstern. Eine Person musste die Feuerwehr mit der Drehleiter aus dem Gebäude retten. Alle übrigen Bewohnerinnen und Bewohner verließen das Haus selbstständig. Drei Personen erlitten Rauchgasvergiftungen: Eine 31-jährige Frau und ein 39-jähriger Mann kamen zur weiteren Behandlung in eine Klinik. Eine 21-jährige Bewohnerin wurde vor Ort erstversorgt und musste nicht stationär aufgenommen werden.
Die Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle und löschte ihn, sodass ein Übergreifen auf Nachbargebäude ausblieb. Das betroffene Anwesen ist derzeit unbewohnbar; die Anwohnerinnen und Anwohner kamen bei Freunden und Angehörigen unter. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 250.000 Euro.
Lithium-Ionen im Wohnraum
Der Vorfall zeigt erneut, was passieren kann, wenn Lithium-Ionen-Akkus von E-Scootern oder ähnlichen Geräten im Wohnraum geladen werden. Für Feuerwehr und Bewohner gilt: nur geeignete Ladegeräte nutzen und nicht unbeaufsichtigt laden; beschädigte oder heiß laufende Akkus nicht weiter laden; im Brandfall Notruf 112 und die Wohnung verlassen. Eigenlöschversuche an Akku-Bränden sind oft wirkungslos und gefährlich.








