Kostenlose Notruf-App: Feuerwehrangehörige können per Knopfdruck Hilfe rufen

Der Deutsche Feuerwehrverband, sein Versandhaus und GroupAlarm stellen eine Notfall-Lösung vor: Ein SOS-Signal alarmiert eine festgelegte Gruppe und übermittelt den Standort. Die Grundfunktion ist kostenfrei.

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Behandschuhte Hand einer Feuerwehrkraft hält ein Smartphone, im Hintergrund ein Löschfahrzeug mit Blaulicht.
Symbolbild: Eine Einsatzkraft hält nachts ein Smartphone in der Hand. Foto: Symbolbild (KI)/Ferenc

Wer bei einer Brandsicherheitswache bedrängt wird oder auf dem Heimweg vom Einsatz in eine bedrohliche Lage gerät, hat oft keine Gelegenheit, zum Telefon zu greifen. Für solche Situationen stellen der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), sein Versandhaus Feuerwehrversand und der Alarmierungsanbieter GroupAlarm seit dem 8. Oktober eine Notfall-Lösung bereit. Sie alarmiert per Knopfdruck eine vorher festgelegte Gruppe und teilt mit, wer Hilfe braucht und wo sich die Person befindet.

SOS-Button in der App oder per Bluetooth-Knopf

Ausgelöst wird der Alarm über einen SOS-Button in der Smartphone-App. Alternativ lässt sich ein Bluetooth-Button nutzen, der beim Feuerwehrversand erhältlich ist. Das ist für Situationen gedacht, in denen das Handy zwar in der Nähe, aber nicht griffbereit ist. Die Empfänger erhalten eine Push-Benachrichtigung mit dem aktuellen Standort. Wer zur Gruppe gehört, legen die Nutzer selbst fest, etwa die eigenen Kameradinnen und Kameraden oder Familienangehörige.

Die Anwendung ist ausdrücklich auch für den privaten Bereich vorgesehen. GroupAlarm nennt als Beispiele Kinder auf dem Schulweg oder allein lebende ältere Angehörige, für die die App als einfacher Hausnotruf dienen kann.

DFV-Präsident Karl-Heinz Banse sieht darin eine Folge der bisherigen Verbandsarbeit: „Unsere Bemühungen zeigen auch hier Wirkung. Nicht nur die öffentliche Diskussion, Forderungen und Sensibilisierung, nicht nur die Verschärfung des Strafrahmens – hier steht ein wirkungsvolles Tool für alle unsere engagierten Frauen und Männer im täglichen Dienst zur Verfügung.“ Hanno Heeskens, Geschäftsführer der GroupAlarm/cubos Internet GmbH, sagte: „Verlässlicher Schutz fängt im Dienst an und hört bei der Familie nicht auf.“

Wer die App nutzen kann und was sie kostet

Kostenfrei ist die Grundfunktion per App. Das Angebot richtet sich an ehrenamtliche Angehörige der im DFV organisierten Freiwilligen Feuerwehren, einschließlich Jugendfeuerwehr sowie Alters- und Ehrenabteilung, und an deren häusliche Familienangehörige. Eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen. Für den optionalen Hardware-Button nennen die Partner keinen Preis.

Für die Anmeldung ist ein Zugangscode nötig, den es beim Feuerwehrversand gibt. Nach dem Einlösen auf der Seite von GroupAlarm wird eine eigene Organisation angelegt. Anschließend laden die Nutzer weitere Teilnehmer ein und installieren die App. Es handelt sich nicht um die Vollversion von GroupAlarm: Funktionen zur Wachen-Organisation sind nicht enthalten. Die bei der Bestellung angegebenen Kontaktdaten dürfen GroupAlarm und der DFV für Informationen nutzen.

Hintergrund

Der DFV verweist darauf, dass Übergriffe nicht nur im eigentlichen Einsatz vorkommen, sondern auch bei Brandsicherheitswachen und öffentlichen Veranstaltungen. Der Verband bezeichnet die App als ersten konkreten Lösungsansatz für die Feuerwehren. Am 17. Oktober kommt im Roten Rathaus in Berlin die 73. Delegiertenversammlung des DFV zusammen, das höchste Gremium des Verbands. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Neuwahl des Präsidenten oder der Präsidentin und die Verleihung des Innovationspreises „IF Star“.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.