Kamenz: Öffnung der "Katastrophenkreuzung"

Sie ist seit fast acht Jahren geschlossen: Die Kreuzung Jesau auf der Umgehungsstraße zwischen Kamenz und Bischofswerda. Mehrere schwere Unfälle zwangen den damaligen Landkreis Kamenz dazu, diese Maßnahme zu ergreifen. Grund für die Unfälle war meist die vermeintlich freie Sicht von der Nebenstraße. Autofahrer hielten nicht an, sondern bogen auf die S94 ab. Auf dieser Straße sind jedoch 70km/h erlaubt, das Ergebnis waren Zusammenstöße mit schlimmen Folgen.
Mittlerweile haben sich die Anwohner an den Umweg gewöhnt. Um nach Deutschbaselitz zu kommen, wird über Kamenz gefahren. Doch das ist ja nicht Sinn und Zweck der Sache. Seit zwei jahren prüft das Landratsamt die Möglichkeit, die Kreuzung wieder zu öffnen. Bereits 2010  schien eine Lösung gefunden zu sein: Die Autofahrer von den Nebenstraßen mussten gezwungen werden, anzuhalten. Das würde am besten mit einem Sichtschutz gelingen. So wird nicht mehr der Eindruck erweckt, dass freie Fahrt herrsche. Im Kreis Görlitz wurden in einem ähnlichen Fall gute Erfahrungen mit dieser Variante gemacht, sodass im Kreis Bautzen die Arbeiten bereits ausgeschrieben wurden. Im Oktober sollen die Sichtschutzwände schon errrichtet werden, sodass noch in diesem Jahr mit einer Öffnung der Kreuzung gerechnet werden kann.
Bleibt nur zu hoffen, dass der Name „Katastrophenkreuzung“ dann Geschichte ist. (RL)
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