INTERSCHUTZ-Neuheit: WEBER RESCUE stellt SMART-FORCE OS vor

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Mit SMART-FORCE OS präsentiert WEBER RESCUE auf der INTERSCHUTZ die nächste Generation seiner intelligenten akkubetriebenen Rettungsgeräte. Dabei geht es längst nicht mehr nur um zusätzliche digitale Funktionen am hydraulischen Rettungsgerät. Ein neues Betriebssystem soll Einsatz, Ausbildung, Prüfung und Geräteverwaltung miteinander verknüpfen – und vor allem den Aufwand für Feuerwehren und Gerätewarte reduzieren.

Die SMART-FORCE-Geräte von WEBER RESCUE sind bei vielen Feuerwehren bereits bekannt. Auf der INTERSCHUTZ zeigt der Hersteller nun die nächste Entwicklungsstufe: SMART-FORCE OS. Das „OS“ steht dabei bewusst für ein umfassendes Betriebssystem im Hintergrund und nicht lediglich für eine weitere App.

Ziel der Entwicklung ist es, zahlreiche Prozesse rund um hydraulische Rettungsgeräte zu automatisieren und Informationen dort bereitzustellen, wo sie tatsächlich benötigt werden. Dabei unterscheidet das System zwischen den Bereichen Einsatz, Übung und Prüfung beziehungsweise Service.

Drei Bereiche für unterschiedliche Anforderungen

Die zugehörige Anwendung wurde dafür neu strukturiert. Im Bereich „Retten“ sollen Einsatzkräfte nur die Informationen erhalten, die während eines Einsatzes tatsächlich relevant sind. Für Ausbildung und Übungsbetrieb stehen zusätzliche Daten zur Verfügung.

Noch umfangreicher wird die Darstellung im Bereich Prüfung und Service. Gerätewarte können hier auf ein Service-Dashboard zugreifen und den Zustand ihrer Geräte kontrollieren. Über Bluetooth lassen sich nach Angaben von WEBER RESCUE bis zu zwölf Geräte gleichzeitig überwachen.

Im Hintergrund wertet SMART-FORCE OS zudem Daten aus vergangenen Prüfungen und Schnelltests aus. Dadurch sollen sich schleichende Veränderungen beziehungsweise Verschlechterungen frühzeitig erkennen lassen. Das Ziel: Probleme sollen möglichst erkannt werden, bevor ein Gerät tatsächlich ausfällt.

Schnelltest wird automatisch dokumentiert

Eine wesentliche Neuerung betrifft die regelmäßige Kontrolle der Rettungsgeräte. Ein integrierter Schnelltest führt in fünf Schritten durch die erforderliche Kontrolle. Verschiedene Funktionen des Gerätes werden dabei automatisch überprüft und die Ergebnisse anschließend dokumentiert und gespeichert.

Zusätzliche Prüfungen können weiterhin manuell erfasst werden. Gleichzeitig kann das System an anstehende Prüfungen erinnern.

Gerade für Gerätewarte könnte das eine deutliche Arbeitserleichterung darstellen. Statt Prüfergebnisse separat dokumentieren und den Zustand jedes einzelnen Gerätes kontrollieren zu müssen, werden zahlreiche Informationen zentral zusammengeführt.

Flotte auch aus der Ferne im Blick

SMART-FORCE OS übermittelt zudem regelmäßig verschiedene Geräteinformationen an den zentralen Hub. Dazu gehören unter anderem Standort-, Batterie- und Servicedaten.

Damit lässt sich beispielsweise erkennen, ob nach einem Einsatz ein Akku nicht wieder auf das Gerät gesetzt beziehungsweise nicht ausreichend geladen wurde. Der Gerätewart kann so den Zustand der gesamten Geräteflotte überblicken, ohne jedes Rettungsgerät einzeln kontrollieren zu müssen.

WEBER RESCUE betont dabei, dass die digitalen Funktionen die eigentliche Aufgabe des Gerätes nicht beeinflussen sollen. Im Mittelpunkt bleibt weiterhin das hydraulische Rettungsgerät. Die zusätzlichen Funktionen können genutzt werden, müssen es aber nicht.

Deutlich erweiterter Diebstahlschutz

Auch beim Schutz vor Diebstahl hat WEBER RESCUE nachgelegt. SMART-FORCE OS nutzt drei unterschiedliche Technologien zur Lokalisierung: GPS, LTE und WLAN.

Zusätzlich befindet sich eine separate Batterie im Gerät. Wird bei einem Diebstahl der eigentliche Geräteakku entfernt, bleibt die Ortungsfunktion dadurch weiterhin aktiv. Laut Hersteller sind mit der Zusatzbatterie bis zu 200 Lokalisierungen möglich.

Darüber hinaus arbeitet im Hintergrund eine intelligente Überwachung. Erkennt das System ein ungewöhnliches Verhalten – beispielsweise wenn eine LTE-Verbindung gezielt unterbrochen wird – kann eine automatische Selbstdeaktivierung ausgelöst werden.

Digitalisierung vor allem für Gerätewarte interessant

Während Einsatzkräfte weiterhin vor allem mit einem hydraulischen Rettungsgerät arbeiten, spielt sich ein großer Teil der Neuerungen von SMART-FORCE OS im Hintergrund ab.

Besonders interessant dürfte das System deshalb für Gerätewarte und Ausbilder sein. Automatische Dokumentationen, Zustandsdaten, Prüferinnerungen und die frühzeitige Erkennung möglicher technischer Veränderungen können den Verwaltungs- und Kontrollaufwand einer größeren Geräteflotte deutlich reduzieren.

WEBER RESCUE verfolgt damit einen Ansatz, der über das einzelne Rettungsgerät hinausgeht: Hydraulische Rettungstechnik wird zunehmend Bestandteil eines vernetzten Systems, das nicht nur im Einsatz unterstützen, sondern den gesamten Lebenszyklus des Gerätes von der Ausbildung über die Prüfung bis zum Service begleiten soll.