Ottendorf-Okrilla: Unfälle verursachen Stau auf der Autobahn

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Am Dienstagmorgen hat sich auf der BAB 4 unweit von Ottendorf-Okrilla ein Verkehrsunfall ereignet, der einen etwa zehn Kilometer langen Stau nach sich zog. Die Ursachen waren – wie so häufig – unzureichender Sicherheitsabstand und nicht angepasste Geschwindigkeit. Zur Unfallzeit herrschte auf der BAB 4 in Fahrtrichtung Dresden hohes Verkehrsaufkommen. Nicht nur der allmorgendliche Berufspendlerverkehr, auch die Rückreisewelle der Wochenendpendler und zahlreiche Lkw, die nach dem langen Pfingstwochenende aus der polnischen Republik kommend die Transitstrecke nutzten, waren auf der zweispurigen Autobahn unterwegs. Nicht selten kommt es im dichten Reiseverkehr zu folgeschweren Bremsmanövern mit „Domino-Effekt“. Seinen Anfang nahm der Sachverhalt, als gegen 08:00 Uhr ein Passat-Fahrer kurz vor Ottendorf-Okrilla in der linken Fahrspur unterwegs war. Der 42-jährige Fahrer bremste, da auch vor ihm die Bremsleuchten der Vorausfahrenden aufleuchteten. Ein nachfolgender Renault-Fahrer (55) erkannte die Gefahr und verringerte ebenfalls seine Geschwindigkeit. Im Rückspiegel sah er dann, wie sich ein Renault Laguna (Fahrer 52) mit hoher Geschwindigkeit näherte und schließlich auf das Heck des Megane krachte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das mittlere Auto erst nach rechts abgeleitet, wo es mit der neben ihm rollenden Sattelzugmaschine kollidierte, bevor er dann von dem Laguna gegen den stoppenden VW Passat geschoben wurde. Zur Unfallaufnahme und Bergung der beteiligten Fahrzeuge wurde die Vollsperrung der Fahrspur in Richtung Dresden notwendig. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Durch die Kollision mit dem Lkw wurde der linke Tank des Scania beschädigt. An der Unfallstelle lief Diesel aus, was die Feuerwehr auf den Plan rief. Die Freiwilligen Wehren aus Seifersdorf und Leppersdorf waren mit neun Kameraden im Einsatz und nahmen den auslaufenden Kraftstoff auf. Ein Bergungsunternehmen säuberte die Fahrbahn. Die Vollsperrung dauerte bis etwa 10:30 Uhr an. Im Rückstau ereignete sich wenig später ein weiterer Auffahrunfall. Ein Honda Civic (Fahrer 65) war auf das Heck eines Citroens (Fahrerin 53) gefahren. Verletzt wurde auch hier niemand. Der Sachschaden betrug an jedem Auto etwa 2.500 Euro.
Die Polizei rät, ausreichend Zeit für die Fahrten einzuplanen und vorsichtig zu fahren. Rechnen Sie mit den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer und plötzlichen Bremsmanövern. Seien Sie selbst bremsbereit und halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand. Als Faustformel gilt ein Abstand in Metern des halben Tachowertes. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h sollten Sie also mindestens 50 Meter Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden einhalten.  (PD Görlitz)

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