Offenbach an der Queich: Fahrzeughalle der Feuerwehr ausgebrannt – sieben Fahrzeuge zerstört

In der Nacht zum 28. September 2026 ist die Hauptfahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses in Offenbach an der Queich (Landkreis Südliche Weinstraße) ausgebrannt, sieben Fahrzeuge wurden zerstört. Den Brandschutz in der Verbandsgemeinde stellen vorerst benachbarte Feuerwehren sicher, Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln zur Ursache.

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Nächtlicher Hallenbrand mit Einsatzkräften der Feuerwehr
Symbolbild: Brand einer Halle bei Nacht – Einsatzkräfte der Feuerwehr bei den Löscharbeiten. Foto: Archiv/Rico Löb

In Offenbach an der Queich ist in der Nacht von Sonntag auf Montag, 27. auf 28. September 2026, die Hauptfahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses ausgebrannt. Sieben Fahrzeuge wurden zerstört, darunter wichtige Löschfahrzeuge. Staatsanwaltschaft und Polizei schätzen den Sachschaden auf rund fünf Millionen Euro. Verletzt wurde niemand.

Beim Eintreffen stand die Halle im Vollbrand

Um 00:34 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Als die ersten Kräfte wenige Minuten später am Gerätehaus eintrafen, stand die Hauptfahrzeughalle bereits im Vollbrand. Die Feuerwehr leitete die Brandbekämpfung ein und schützte die angrenzenden Bereiche. Mehrere Feuerwehrangehörige fuhren noch Fahrzeuge aus der Halle und bewahrten sie so vor den Flammen.

Im Einsatz waren Freiwillige Feuerwehren aus den Verbandsgemeinden Offenbach an der Queich, Landau-Land und Herxheim sowie aus der Stadt Landau in der Pfalz. Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Jens Thiele und sein Stellvertreter Karsten Moock waren beratend vor Ort. Gegen 5 Uhr war das Feuer gelöscht. Die einsturzgefährdete Halle wurde komplett mit Löschschaum ausgespritzt, um alle Glutnester abzulöschen. Nachlöscharbeiten liefen noch am Montagnachmittag.

Vier Fahrzeuge gerettet, sieben ausgebrannt

In der Halle waren neben den Fahrzeugen der Ortswehr Offenbach auch mehrere Fahrzeuge des Katastrophenschutzes des Landkreises Südliche Weinstraße untergebracht. Gerettet wurden drei Kreisfahrzeuge und ein Fahrzeug der Offenbacher Wehr. Sieben Fahrzeuge brannten aus. Außerdem zerstörte das Feuer weitere feuerwehrtechnische Geräte und beschädigte das Gerätehaus.

Drei Einsatzkräfte vorsorglich im Krankenhaus

Drei Feuerwehrangehörige kamen nach dem Einsatz vorsorglich ins Krankenhaus, weil der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bestand. Der Verdacht bestätigte sich nicht, alle drei sind wohlauf.

Grundschutz über Nachbarwehren

Da wichtige Löschfahrzeuge zerstört sind, stellen derzeit benachbarte Feuerwehren den Brandschutz in der Verbandsgemeinde sicher. Kreis und Verbandsgemeinde stehen mit Nachbarwehren und dem Land im Austausch, um kurzfristig Ersatzfahrzeuge zu organisieren, mit denen der Grundschutz in Offenbach wieder gewährleistet werden kann.

Landrat Dietmar Seefeldt hob hervor, dass niemand verletzt wurde: „Der Sachschaden ist jedoch immens. Wir werden alles daransetzen, dass die Einsatzfähigkeit möglichst schnell wiederhergestellt wird.“ Simon Wingerter, Bürgermeister der Verbandsgemeinde und zugleich Ortsbürgermeister von Offenbach, dankte den Einsatzkräften: „Trotz der enormen Belastung wurde hervorragende Arbeit geleistet.“ Landrat und Bürgermeister verwiesen zudem auf die besondere Situation für die Offenbacher Feuerwehrangehörigen, die ihr eigenes Gerätehaus brennen sahen.

Kriminalpolizei und Brandsachverständiger ermitteln

Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft Landau und die Kriminalpolizei Landau haben die Ermittlungen aufgenommen und einen Brandsachverständigen beauftragt.

Einordnung: Ausfall des eigenen Standorts

Der Brand zeigt ein Szenario, auf das sich jede Einheit vorbereiten kann: Mit dem Gerätehaus fallen Fahrzeuge, Beladung und Ausrüstung einer Einheit gleichzeitig aus. Die Einsatzbereitschaft hängt dann vollständig an Nachbarwehren und an der Frage, wie schnell Ersatzfahrzeuge verfügbar sind. Für Wehrführungen und Aufgabenträger lohnt der Blick auf die eigene Planung:

  • Ist geregelt, welche Nachbareinheiten den Grundschutz übernehmen, wenn der eigene Standort ausfällt, und ist das in der Leitstelle hinterlegt?
  • Sind Fahrzeuge und Ausrüstung mehrerer Aufgabenträger, etwa Gemeinde und Katastrophenschutz des Kreises, in einem Gebäude konzentriert?
  • Wie werden Einsatzkräfte alarmiert und ausgestattet, die am brennenden Gerätehaus eintreffen, ohne auf eigene Fahrzeuge und Ausrüstung zugreifen zu können?

Für die Eigensicherung gilt auch an der eigenen Wache: Brandrauch aus Fahrzeughallen enthält Verbrennungsprodukte von Kunststoffen, Reifen und Betriebsstoffen. Einsatzkräfte, die ihm ausgesetzt waren, sollten bei Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ärztlich untersucht werden, wie es in Offenbach geschehen ist.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.