Brandgefahr: Magirus empfiehlt Prüfung älterer Fahrzeuge

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Exemplarische Darstellung des Kipp-Lichtschalters in der Mitte des Armaturenbretts im Fahrerhaus. Foto: Magirus

Der Feuerwehrfahrzeughersteller Magirus empfiehlt Betreibern älterer Einsatzfahrzeuge eine technische Überprüfung bestimmter Bauteile. Hintergrund sind Hinweise auf mögliche Brandereignisse bei Fahrzeugen mit älteren Iveco-Fahrgestellen.

Möglicher Zusammenhang mit Lichtschalter

Nach Angaben des Unternehmens stehen mehrere gemeldete Beinahe-Brände und Brandereignisse möglicherweise im Zusammenhang mit einem fahrgestellseitig verbauten Lichtschalter für Stand- und Abblendlicht.

Betroffen sind Fahrzeuge auf Fahrgestellen der Iveco-Euro-Baureihe, darunter:

  • Iveco EuroCargo
  • Iveco EuroFire
  • Iveco EuroTech
  • Iveco EuroTrakker

Die Fahrzeuge stammen aus den Baujahren 1992 bis 2002. Durch spätere Aufbauten oder Auslieferungen kann die Erstzulassung einzelner Fahrzeuge jedoch auch bis etwa 2005 reichen.

Verschleiß nach über 20 Jahren Betrieb

In den untersuchten Fällen zeigten die Lichtschalter nach mehr als zwei Jahrzehnten Einsatz alters- und verschleißbedingte Veränderungen im Inneren des Bauteils. Diese Schäden sind laut Hersteller von außen nicht immer erkennbar.

Die Untersuchungen wurden unter anderem nach Hinweisen aus Medien, Online-Foren sowie einer Mitteilung des Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung eingeleitet.

Empfehlung an Feuerwehren und Betreiber

Magirus empfiehlt allen Betreibern entsprechender Fahrzeuge:

  • Fahrzeug in einer Iveco-Vertragswerkstatt überprüfen lassen
  • Lichtschalter vorsorglich austauschen
  • Elektrische Installation prüfen, insbesondere bei nachgerüsteter Technik

Die Maßnahmen sollen präventiv mögliche Risiken ausschließen, insbesondere bei Fahrzeugen mit umfangreichen elektrischen Nachrüstungen über die Jahre.

Die Arbeiten erfolgen laut Hersteller im Rahmen der regulären Werkstattkonditionen.

Weitere Beobachtung angekündigt

Magirus will die Situation weiterhin beobachten und steht dazu weiterhin im Austausch mit dem IFS. Neue Erkenntnisse sollen an Betreiber kommuniziert werden.